[Zwergenportion.]

Barf, kleine Rassen, frisch, Portionieren, Einfrieren, Gemüse, Fleisch, Knochen, Teilen
Heute möchten wir mal wieder etwas aus dem Nähkästchen -oder besser gesagt der Tiefkühltruhe- plaudern. Mittlerweile barfen wir seit knapp einem Jahr, haben einige Erfahrungen gesammelt und die ein oder anderen Tricks & Kniffe entwickelt, um die Zwergenfütterung so einfach wie möglich zu gestalten.
[KLEINE RASSEN BARFEN, GEHT DAS?]
Immer öfter erhalten wir Nachrichten, in denen wir nach Buddy’s Futter gefragt werden und ob sich die Barf-Fütterung bei kleinen Hunden überhaupt auf Dauer realisieren lässt. Unserer Erfahrung nach ist das überhaupt kein Problem, auch wenn es vielleicht ein wenig mehr Vorarbeit erfordert als bei einer größeren Fellnase. 
In den meisten Shops kann man zwischen 500g und 1000g Packungen Fleisch&Co. wählen, doch auch eine 500g Portion ist natürlich wesentlich mehr, als man in 1-2 Tagen an einen Zwerg verfüttert.
Außerdem sind unserer Meinung nach nicht alle Knochen zwergentauglich, tragende Rinderknochen beispielsweise sind schlicht und einfach zu groß und hart für eine kleines Gebiß.

Barf, kleine Rassen, frisch, Portionieren, Einfrieren, Gemüse, Fleisch, Knochen, Teilen
[KNOCHENWAHL AM ABEND]
Bei uns stehen vor allem Geflügelknochen aller Art hoch im Kurs. Von der Hähnchenkarkasse, über Enten- und Hühnerhälse bis hin zu einem zerteilten Putenhals wird im Hause Zwerg alles sehr gern geknurpselt. 
Auch Stücke Kalbsbrustbein, Lammrippen und Rinderknorpel kommen hin und wieder in den Napf und werden schnell zur abendfüllenden Beschäftigung. In der Regel werden diese etwas kräftigeren Knochen und Knorpel vom Zwerg -im Gegensatz zum Geflügel- nicht ganz aufgefressen, da es ihm früher oder später zu mühselig wird.
Barf, kleine Rassen, frisch, Portionieren, Einfrieren, Gemüse, Fleisch, Knochen, Teilen

 [VORPORTIONIEREN IST DIE HALBE MIETE]

Inzwischen haben wir uns für die verschiedenen Futterkomponenten simple Methoden zur Vorportionierung angewöhnt. Anfangs haben wir es wie Rebecca von vermopst* gemacht, und das gesamte Fleisch in Tagesportionen unterteilt, so dass man jeden Abend einfach nur zwei Dosen aus dem Tiefkühler holen muss. Da wir die Knochen aber in der Regel ungewolft, also am Stück füttern, ist das Unterbringen in Dosen etwas schwieriger. In unserem Barfladen gibt es glücklicherweise extra Zipbeutel für Kleinhundbesitzer, in denen 500g gewolftes Muskelfleisch, Pansen oder Blättermagen gestückelt statt am Stück gefroren wurden, so dass man jeden Tag einfach und sauber die passende Menge entnehmen kann. Buddy’s Leibspeise, Hühnerherzen, sowie die meisten Knochen, gibt es allerdings nur in normalen 500g/1000g Packungen. 
Wenn also die neue Ware für die nächsten 3-4 Wochen bei uns eintrifft, lasse ich diese Pakete ersteinmal im Kühlschrank kurz antauen. Sobald man sie mit einem scharfen Messer zerteilen kann, werden die gewolften Fleischsorten geviertelt, gesechselt usw. (je nach Packungsgröße) und mit ein wenig Luft dazwischen in Dosen gelegt. Auf diese Weise kann ich einfach am Vorabend ein Stück aus der Dose entnehmen und brauche nicht für jede Tagesportion eine eigene Verpackung.
Barf, kleine Rassen, frisch, Portionieren, Einfrieren, Gemüse, Fleisch, Knochen, Teilen
Hühnerhälse&Co. lege ich einzelnd flach nebeneinander in einen Zipbeutel, drücke die Luft ein wenig heraus und plaziere die Beutel waagerecht im Tiefkühlschrank. Auch wenn die Knochen später an einzelnen Stellen wieder aneinandergefroren sind, lassen sie sich doch absolut problemlos einzelnd für den nächsten Tag entnehmen.
[UND WAS IST MIT DEN MÖHRCHEN?]
Jeden Tag eine frische Portion Gemüse anzufertigen finde ich bei 80g etwas umständlich und mache es daher nur selten. Wir kaufen einmal die Woche frische Zutaten und verarbeiten die gesamte Gemüseration auf einen Streich. Obst hingegen nehme ich dann doch eher reif und frisch, denn ein Viertel Apfel plus ein Stück Banane lässt sich leicht unterteilen und der Rest wandert einfach ins Zweibeinfrühstück *zwinker*
Nun aber zu den Möhrchen. Manche Gemüsesorten dünste/gare ich vorher (z.B. rote Beete) der Rest wandert roh in die Pürierschüssel. Wenn die Ration für eine Woche fertig ist, verteile ich sie in mehrere Gefrierdosen und friere sie ein, so dass ich immer Portionen für 1 bis max. 2 Tage parat habe. Bisher konnte ich durch diese Variante keinerlei Qualitätseinbußen feststellen und es ist definitiv praktischer als eine halbe Möhre, eine Pastinake und ein Stückchen rote Beete jeden Morgen zu verarbeiten.
Barf, kleine Rassen, frisch, Portionieren, Einfrieren, Gemüse, Fleisch, Knochen, Teilen
Wie ihr seht, ist es also kein Problem, kleine Hunde frisch zu ernähren auch wenn es vielleicht ein wenig mehr Vorarbeit verlangt, als bei Labrador& Co. Die meisten Barfshops sind inzwischen aber gut auf Zwerge eingestellt und bieten von kleinen Verpackungsgrößen bis zu einzelnd entnehmbaren Fleischstücken zahlreiche Möglichkeiten, die Fütterung einfach und unkompliziert zu gestalten.
Alles Liebe,
Melody