Matscheäpfel

Nach einigen Tagen des Schweigens komme ich nun endlich wieder dazu etwas zu berichten. Die Funkstille lag allerdings weniger an mir als an Frauchen, die etwas angeschlagen war und keine Lust hatte meine Beiträge online zu stellen.

Heute Vormittag hatte ich großes Glück auf der Hundewiese, nachdem ich erstmal allein in der kleinen Bucht dem Mysterium auf den Grund gegangen bin, wo das Wasser geblieben ist und warum ich auf einmal über diese ganzen ungemütlichen Steine klettern muss um rein zu kommen, habe ich meinen Kumpel Jacky auf den Feldern getroffen, mit dem bin ich dann stundenlang herumgetobt.
Jackys Frauchen findet er sei viel zu groß geworden und dass er eigentlich so klein (wer ist hier bitteschön klein?!) wie ich bleiben sollte… Ich finde ihn auf jeden Fall super wie er ist und dass er einen Mädchennamen hat stört mich auch nicht weiter. Frauchen beschwert sich später immer, dass sie Jackys Frauchen nicht sonderlich leiden kann, aber dass sie trotzdem mit ihr läuft damit wir Kumpels zusammen toben können. Finde ich gut!

Vorhin sind wir dann noch Onkel Duncan besuchen gefahren. Herrchen hat dort Äpfel in ein lautes Gerät geworfen, dass hat die dann zerfleddert. Wir hätten das sicherlich genauso gut hinbekommen, auch wenn dann einiges in unseren Bäuchen gelandet wäre.
Als Herrchen dann fertig war hat er die Matschäpfel mitgenommen und wir haben den noch tropfenden Saft abgeschleckt. Benny hat sogar noch einige Matschäpfel aus dem Gerät gezogen, die haben wir dann genüsslich verspeist!

Als wir damit fertig waren haben wir noch eine Runde gerauft bis wir müde waren.
Das mache ich am liebsten! Zum Schluss waren wir alle ganz klebrig und haben herrlich nach frischen Äpfeln geduftet. Zuhause musste ich nicht geduscht werden, Frauchen scheint Apfelduft also nicht so sehr zu stören.

Einsam auf der Hundewiese

Heut war niemand zum spielen da! Vermutlich sind es meine Menschen schuld, weil wir erst so spät ankamen.
Naja, ich bin dann allein rumgewieselt habe Treibholz gekaut und mit Herrchen gespielt. Auf den Feldern habe ich wieder leckeres zum wälzen gefunden, leider hat es nur mein Halsband erwischt, dass hat Frauchen daheim einfach abgewaschen… Aber auch wenn sie denkt es sei sauber, ich rieche das gute Aroma trotzdem noch 🙂

Von Rehen und Hundedamen

Scheinbar gibt es einen großen Unterschied für die Menschen zwischen Kaninchen und Rehen… Auch wenn er mir bis auf die Größe nicht einleuchtet.
Gestern durfte ich eine Stunde lang Kaninchenspuren verfolgen.
Als wir heute in Velbert im Wald ankamen und ich den Rehen nachlief wurde Frauchen nervös. Sie sagte was von Förster und jagenden Hunden. Ich glaube ja die Rehe haben sich gar nicht an mir gestört, so wie die immer wieder vor meiner Nase rumliefen. Nach wenigen Minuten ist Frauchen dann wieder zurück zum Auto gegangen und wir sind wieder nach Hause in unseren Wald gefahren.
Da gibt es keine Rehe.

Heute vormittag waren wir im Wolfsbachtal auf der gewohnten Runde als mir ein ungewohnter Geruch in die Nase stieg. Ich konnte gar nicht mehr klar denken und wusste nur: da muss ich hin. Dann erblickte ich die Quelle des Duftes, eine wunderschöne schwarze Mopsdame.
Deren Frauchen war gar nicht froh mich zu sehen und dann mussten wir beide an die Leine. Wir hatten uns doch nicht mal richtig kennengelernt!
Dann lief die Mopsdame noch die ganze Zeit vor mir her. Ich habe mit aller Kraft an meinem Geschirr gezogen aber Frauchen hat einfach nicht nachgegeben!
Als wir an ihnen vorbei gegangen waren war der Zauber vorbei. Hatte den Geruch beim nächsten Stöckchen wieder vergessen und durfte auch wieder das Geschirr ausziehen. Ich habe die Dame noch hinter mir gesehen, aber ohne Geruch war sie überhaupt nicht mehr wunderschön – nur schwarz war sie immer noch.

Daheim war ich dann froh wieder bei meiner Tigerdame zu sein – die ist sowieso viel hübscher als ein Moppelhund und mit der darf ich immer spielen.

Der “Kaninchenberg”

Vorhin war ich wieder mal mit meinen Menschen auf der Schurenbachhalde – ich persönlich fände ja den Namen Kaninchenberg passender. Wenn wir dort ankommen habe ich immer gleich so viel zu tun! Frauchen möchte natürlich dass ich auf den Wegen bleibe, aber die Kaninchen sind doch immer in den Büschen an den Hängen! Also verfolge ich die ganze Zeit spannende Spuren, die mich immer wieder in die Vegetation führen. Das merke ich aber immer erst wenn ich Frauchens Pfiff höre und wieder zurück auf den Weg zu ihr finden muss… Das ist gar nicht immer so leicht!
Gegen Ende unseres Spaziergangs sind wir dann nach ganz oben gegangen, da war ich noch nie zuvor. Ich war völlig aus den Häuschen als ich die riesige, weite Fläche sah auf der man super rennen konnte! Da haben mich nicht mal mehr die Kaninchendüfte interessiert.