DNA Test – Was steckt im Zwerg?

Werbung* | Heute wollen wir von einem wirklich spannenden Thema berichten, dass wir am liebsten schon längst ausgeplaudert hätten: Wir haben einen DNA-Test bei Buddy gemacht! Warum das für uns so interessant war, wie das Ganze funktioniert und natürlich wie das Ergebnis ausschaut verraten wir euch heute ganz genau.

Ein Zwerg ist ein Zwerg.

Buddy ist ein Zwergpinscher. So haben wir die Sache bisher gehandhabt. Wie viele von euch sicher wissen, haben wir uns vor allem aus Bauchgefühl damals für einen Wurf entschieden, der nicht aus einer Zucht stammte, bei dem wir aber einfach auf allen Ebenen das Gefühl hatte, dass es genau so richtig für uns ist. Und diese Entscheidung haben wir auch nie nur eine Sekunde bereut. Da wir nie vor hatten mit unserem Hund zu züchten, an irgendwelchen Shows teilzunehmen oder im Hundesport aktiv zu werden, war es für uns schlicht und einfach nicht relevant einen Rassehund mit Abstammungsnachweis zu haben. Wir hatten unseren Zwerg gefunden, der sich gleich in unser Herz schlich, aus einer ganz lieben Familie stammte, fit und gesund war – und das war für uns die Hauptsache.

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Als Buddy dann irgendwann einigermaßen ausgewachsen war, wurde schon irgendwie offensichtlich, dass er optisch ein wenig vom Standard des Zwergpinschers abwich. Der Rücken ist etwas zu lang, er ist ein bisschen größer und schwerer und er hat ein paar winzige Abweichungen im Fell in Form von Stichelungen hinten an den Oberschenkeln. Dort ist das Fell auch minimal länger und drahtiger als am restlichen Körper. Okay, sagten wir uns, vermutlich liegt es einfach daran, dass beide Eltern nicht ganz dem Zuchtstandard entsprachen und sich das natürlich weiter vererbt hat. Und so oft die Leute auch fragten ob da ein Dackel oder Terrier mit drin sei, blieb unsere Antwort: Nein, das ist ein Pinscher. Für uns war das auch einfach nicht wichtig. Aber wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, vergehen die Jahre, die Nachfragen zu Buddy’s Rasse bleiben die gleichen, und irgendwann wird doch ein bisschen Neugier in einem geweckt. Könnte ja vielleicht doch tatsächlich sein, dass bei Uroma oder Uropa mal was anderes mit rein gespielt hat…. 😉 Tatsächlich wurde für uns diese Frage aber erst wirklich vordergründig, als Buddy’s Bandscheibenproblem festgestellt wurde. In solchen Momenten fragt man sich dann ja doch, ob nicht vielleicht eine Rasse mit drin steckt, die für solche Dinge eine Anlage mitbringt. Und dann, mit den Monaten, wollten wir doch irgendwann wirklich wissen, was drin steckt im Zwerg.

Canix DNA

Im letzten Jahr kamen wir dann in Kontakt mit Canix DNA, einer Firma, die DNA Tests speziell für Hunde anbietet und mittlerweile eine doch recht weitreichende Datenbank als Vergleichsquelle angelegt hat. Das ist neben einem guten Labor nämlich das A und O, denn nur das Genmaterial von Rassen, die bereits erfasst wurden, kann auch in einer Probe identifiziert werden. In ihrem Angebot finden sich verschiedene Tests, je nachdem, was man herausfinden möchte. So kann man einen Test für Rassehunde, einen für Gesundheitsfragen und einen für Mischlinge bestellen. Nachdem ich dem Team von Canix unsere Situation geschildert hatte, meldeten sie sich im November bei uns und boten ein Sponsoring für ihren größten Test an, den Boomer DNA Test Pro für 364 Rassen, Typen und Varietäten. Nach fünf Jahren munkeln und raten sollten wir also tatsächlich erfahren, was in Buddy’s Genen steckt – eine unglaublich aufregende Sache!

So läuft die Sache mit dem DNA Test

Nachdem der Boomer DNA Test Pro bestellt war, erreichte uns nur wenige Tage später ein funkelnd roter Umschlag. Darin versteckte sich eine Anleitung, ein steril verpacktes Stäbchenset und eine Karte, auf der man einige Angaben machen musste. Die Anwendung ist wirklich einfach: Man öffnet die Packung mit den Stäbchen, die eigentlich mehr ausschauen wie kleine Bürsten, und entnimmt jeweils mit einem eine Probe aus der linken und aus der rechten Lefze. Das klingt erstmal sehr medizinisch, bedeutet aber praktisch nur, dass man das Stäbchen mindestens 20 Sekunden lang kräftig an der Innenseite der Lefze hin und her reibt. Das tut nicht weh und ist ruckzuck gemacht, selbst der sensible Zwerg hat das ohne Gemecker über sich ergehen lassen. Wichtig ist, dass man die Bürstenköpfe nicht berührt, um Verunreinigungen zu vermeiden, und sie nach der Anwendung erstmal trocknen lässt. Ich habe sie dazu einfach eine Stunde (aber mindestens 30 Minuten) in ein Glas gestellt. Da der Hund vor der Probenentnahme nichts gefressen und auch nach Möglichkeit kein Spielzeug in der Schnute gehabt haben sollte, ist es am einfachsten gleich morgens nach dem Aufstehen mit dem Prozedere zu starten. Sind die Stäbchen trocken, steckt man sie zurück in die Verpackung und sendet sie mit der ausgefüllten Karte im begelegten Rücksendeumschlag an Canix DNA. Ja, und dann heißt es warten und geduldig sein 😉 Die Analyse der Proben dauert nämlich in der Regel 4-6 Wochen.

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Wir schickten unsere Probe Anfang Dezember los und erhielten zwei Tage später eine Mail mit der Info, dass diese nun im Labor analysiert werde. Im neuen Jahr angekommen warteten wir dann tagtäglich gespannt auf Nachricht von Canix DNA. Als Mitte Januar immer noch keine Neuigkeit bei uns eingetrudelt war, konnte ich nicht umhin einmal nachzufragen. Und tatsächlich lag unser Ergebnis schon seit einer Woche vor, nur die Mail war irgendwie verschütt gegangen. Rund fünf Wochen hat die Analyse also trotz Feiertagen gedauert – absolut im Rahmen, auch wenn einem die Wartezeit eeeewig vorkommt *lach*

Buddy’s Stammbaum – Was steckt im Zwerg?

Da war sie also, die Email mit dem spannendsten PDF Dokument, dass ich wohl je geöffnet habe. Ich wusste, darin würde Buddy’s Stammbaum bis zur Urgroßelterngeneration abgebildet sein, sowie ein Abstammungszertifikat samt der eindeutig identifizierten Rassen und einem Diagramm mit möglichen weiteren Vorfahren, falls bestimmte DNA Marker oder Mischungen kein eindeutiges Ergebnis liefern konnten. Na, seid ihr gespannt? 😉

Buddy ist eine Mischung aus Prager Rattler, Chihuahua, Deutschem Pinscher und Zwergpinscher. Wow. Aber schauen wir uns das Ganze doch einmal genauer an. In dem Stammbaum sind die Generationen der Eltern, Großeltern und der Urgroßeltern abgebildet. In der Urgroßelterngeneration hat man also insgesamt 8 verschiedene Individuen verzeichnet, die jeweils 12,5% von Buddy’s Erbgut ausmachen. Auch wenn letztlich nicht verzeichnet ist, welcher der mütterliche und welcher der väterliche Stammbaumzweig ist, vermuten wir hier relativ sicher, dass die Buddy’s Mama Sunny rechts abgebildet ist und sein Vater Lucky links – Optik und Größe würden zumindest sehr stark dafür sprechen. Nehmen wir diese Annahme also erstmal einfach als gegeben und gehen davon aus, dass Mama Sunny ein Deutscher Pinscher-Zwergpinscher-Mix ist und Papa Lucky ein Prager Rattler-Chihuahua-Mix. Interessant ist aber, dass bei beiden Urgroßelternpaaren auch Unbekannt angegeben ist. Was bedeutet das? Laut Canix DNA Erläuterungen, die bei dem DNA Zertifikat dabei sind, kann so ein Ergebnis durch verschiedene Situationen zustande kommen. Eine wäre beispielsweise, dass diese Unbekannten DNA Marker enthalten, die einfach noch nicht in der Rassendatenbank erfasst wurden. Eine andere Möglichkeit ist, dass die DNA durch viele Jahre der Mischung von Mischlingen einfach nicht mehr eindeutig nachweisbar ist. Zu den Unbekannten liefert Canix DNA dann eine Wahrscheinlichkeitstabelle mit bis zu fünf weiteren Rassen, die in Frage kommen könnten, aber unter der Nachweisbarkeitsgrenze liegen und so genauso gut drinstecken könnten wie auch nicht. Sie können in Optik und Charaktereigenschaften eine Rolle gespielt haben, sollten sie drin stecken, oder aber auch nicht. Eine vage Sache also, trotzdem wollen wir euch hier nicht vorenthalten dass, beginnend mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, neben den vier sicheren Rassen auch noch Coton de Tulear, Pekinese, Brüsseler Griffon und Langhaar Dackel mitgespielt haben könnten. Da das aber so eine unsichere Sache ist und es den Rahmen wohl sprengen würde, halten wir uns aber lieber an das, was wir sicher wissen: Prager Rattler, Chihuahua, Deutscher Pinscher und Zwergpinscher. Was macht diese Rassen also aus und wo finden wir den Zwerg eindeutig wieder, so wie er leibt und lebt? 😉

Prager Rattler und Chihuahua

Fangen wir mit den Rassen aus dem, vermutlich, väterlichen Zweig an. Papa Lucky scheint als Eltern einen reinrassigen Prager Rattler (25% von Buddy’s Erbgut) und einen Chihuahua-Mix zu haben (ersteres 12,5% von Buddy’s Erbgut). Der Prager Rattler verwundert mich hier nicht besonders, denn sie gehören zu den pinscherartigen Rassen und haben optisch recht viel Ähnlichkeiten mit Zwergpinschern, auch wenn sie in der Regel zarter, kleiner und leichter sind und eine etwas andere Kopfform haben. Auch sie waren ursprünglich gekonnte Ratten- und Mäusefänger, zeichnen sich durch schnelle Bewegungen und einen ausgezeichneten Geruchssinn aus. Sie sollen schnelle und ausdauernde Läufer sein, die Freude an Bewegung haben. Ursprünglich waren die Rattler Repräsentationshunde an den Fürstenhöfen und der Prager Burg im Königreich Böhmen (heute Tschechische Republik). Charakterlich sind sie temperamentvolle, bewegliche, aufmerksame und konzentrierte Begleiter die sehr spielfreudig und gutmütig sind. All das passt weitestgehend richtig gut zum Zwerg.

Der Chihuahua-Mix in der Großelterngeneration hat mich dagegen am meisten verwundert. Immerhin ist Buddy nicht gerade der kleinste, leichteste Hund der Welt und auch wenn ich mir seine lange Schnauze anschaue, sehe ich nicht gerade viel von einem Chihuahua in ihm. Die Chihuahua stammen aus Mexiko und könnten Quellen zufolge sogar bis auf die Zeit der Azteken im 8. Jahrhundert zurückgehen. Sie gelten heute, wie schon erwähnt, als kleinste Hunderasse der Welt, mit einem Standardgewicht von 1,5-3 kg oder sogar weniger. Ihr Charakter ist lebhaft, mutig, wachsam und ruhelos. Das, was mir neben den Charaktereigenschaften passend für Buddy erscheinen könnte, sind die oftmals großen Augen. Buddy hat zwar eine gesunde Augengröße, aber doch relativ groß, so dass er z. B. anfällig für Luftzug ist und dann schnell zu tränenden Augen neigt.

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Papa Lucky und Mama Sunny © Angelika Nethen

Deutscher Pinscher und Zwergpinscher

Kommen wir zu dem, vermutlich, mütterlichen Stammbaumzweig. Hier ist in der Großelterngeneration ein Deutscher Pinscher-Mix und ein Zwergpinscher-Mix verzeichnet, was bedeutet, dass diese beiden Rassen nachgewiesen werden konnten, die weiteren Marker aber nicht eindeutig zugewiesen. Wir haben also in Buddy’s DNA 12,5% Deutscher Pinscher und 12,5% Zwergpinscher. Da der Zwergpinscher das verkleinerte Abbild des Deutschen Pinschers ist, werden wir die beiden Rassen einfach mal gemeinsam unter die Lupe nehmen. Während der Zwergpinscher laut Rassestandard eine Schulterhöhe von 25-30 cm und ein Gewicht von 4-6 kg haben sollte, bringt der Deutsche Pinscher bei gleichem Körperbau 14-20 kg auf die Waage und ein Stockmaß von 45-50 cm mit. Da Mama Sunny mit ihren damals 8 kg und 33 cm Höhe für einen Zwergpinscher recht groß ist, stand immer ein wenig die Möglichkeit im Raum, dass der größere Verwandte mit in den Genpool gespielt haben könnte. Die beiden Rassen waren für uns also keine Überraschung. Beide Pinscherarten werden als sehr anhängliche Charaktere beschrieben, beide wachsam, aufmerksam und mehr oder weniger starke Beller (die Kleinen sind hier natürlich wieder die Lauten 😉 ). Zwergpinscher werden als tendentiell nervöser beschrieben und brauchen ausreichend körperliche und geistige Auslastung, um dem entgegen zu wirken. Deutsche Pinscher werden als in der Wohnung ruhig und draußen sehr temperamentvoll beschrieben, draußen können sie auch zu einem gewissen Erkundungsdrang neigen. Hier treffen die Eigenschaften des Deutschen Pinschers Buddy’s Charakter tatsächlich besser, als die des nervösen Zwergpinschers. Außerdem werden beide Rassen als gutartig, aber misstrauisch Fremden gegenüber, spiellustig, ausdauernd und widerstandsfähig beschrieben. All das beschreibt Buddy wirklich sehr gut.

Wundertüte Buddy: Unser Prager Rattler, Chihuahua, Deutscher Pinscher und Zwergpinscher Mix

So, da wäre der Chihuahua also aus dem Sack *lach* Insgesamt finden wir das Ergebnis von Buddy’s DNA Test auf jeden Fall überzeugend. Auch wenn sich natürlich jeder Anbieter mit dem Hinweis auf die “höchste statistische Wahrscheinlichkeit” des Ergebnisses absichern muss, halte ich die gefunden Rassen für absolut pausibel, zumal das Labor ja weder Hinweise auf Buddy’s Aussehen noch auf seine amtlich verzeichnete Rasse hatte. Ganz spannend finde ich, wie ähnlich sich die gefunden Rassen beispielsweise in Punkto Fellzeichnung und -farbe sind und wie sehr sich die Charaktereigenschaften überschneiden. Das meiste passt wirklich wie die Faust auf’s Auge 😉 Welche Bedeutung hat das Ergebnis nun für uns? Erst einmal finde ich es ein tolles Gefühl hinter dieses Geheimnis gekommen zu sein und ich finde es großartig, dass man heutzutage die Möglichkeit dazu hat. Daneben war für uns ja, wie anfangs erwähnt, die Sache mit dem Gesundheitsaspekt wichtig. Hier sind wir aber nun recht beruhigt, auch wenn es natürlich mit insgesamt satten 37,5% nach wie vor eine große Unbekannte gibt, weisen die Rassen, die nachweislich im Zwerg stecken, keine für uns relevanten genetischen Krankheiten auf, auch die Lebenserwartung ist bei allen Rassen ziemlich ähnlich – und Mischlinge haben ja, so sagt man, bekanntlich oftmals noch bessere Chancen auf ein langes, gesundes Leben 😉

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Ich denke, dass gerade für alle, die einen bunten Mix an ihrer Seite haben so ein DNA Test eine wirklich tolle Sache sein kann. Aber auch in so einem Fall wie unserem kann die Neugier erfahrungsgemäß ziemlich groß sein. Aktuell liegt der Preis für den Boomer DNA Test Pro bei 129 Euro. Wer sich dafür interessiert findet bei Canix DNA alle weiteren Infos.


*KOOPERATION | PR SAMPLE Dieser Beitrag enthält Produkte die mir vom Hersteller im Rahmen einer Kooperation kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt wurden. Meine Meinung bleibt meine eigene.

2 Antworten auf „DNA Test – Was steckt im Zwerg?“

  1. Das ist ja eine spannende Sache. Ich kann mir vorstellen, wie aufregend das ist, wenn man darauf wartet, zu erfahren, was alles im eigenen Hund “drinsteckt”. Wir überlegen auch, mit unserem rumänischen Mischling mal einen DNA Test machen zu lassen, allerdings könnte es da auch sein, dass einfach schon zu viele verschiedene Rassen drinstecken..

  2. Wow, da hast du aber einen mega ausführlichen Beitrag geschrieben und dir so viel Mühe gegeben. Richtig toll! Ich finde das Thema sehr interessant. Natürlich auch, weil es mich bzw. meinen spanischen Streuner betrifft. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie sein Textergebnis ausfallen wird.

    Herzliche Grüße
    Silvana

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