Ziehen, Drehen, Hebeln – Weg mit der Zecke

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[enthält Werbelinks] Ganz gleich welche Vorsorgemaßnahmen man zur Zeckenabwehr ergreift, einen hundertprozentigen Schutz gibt es einfach nie. Ob nun mit chemischen Mitteln oder natürlichen Helfern hatten wir in jedem Jahr mindestens einen angedockten Blutsauger, in der Regel aber doch mehrere. Die Frage, wie man die Biester am schnellsten und sichersten wieder los wird hat mich in den letzten Jahren zugegebenerweise mehr beschäftigt als mir lieb ist, da ich gerade bei winzig kleinen Exemplaren oder aber toten Zecken immer wieder Probleme bei der Entfernung habe. Welche Tools und Techniken wir schon ausprobiert haben und womit wir mehr oder weniger Erfolg hatten, davon wollen wir euch heute berichten.

Zecke entdeckt, Zecke entfernt?

Ich weiß nicht ob es an mir im Allgemeinen liegt, an meinem doch immer wieder als abweichend verschrienen Linkshänderdasein oder aber schlicht und einfach als eine Häufung blöder Zufälle betrachtet werden kann, Fakt ist: in den seltensten Fällen habe ich eine angedockte Zecke easy peasy entfernt bekommen *hust* Wie wir euch ja schon desöfteren berichtet haben, suche ich Buddy nach jedem Spaziergang mit einem Ungezieferkamm ab, indem ich das Fell sorgfältig, im Idealfall mit der feinen Seite des Kamms, durchkämme. Je nachdem wo wir unterwegs waren oder wenn ich bereits ein Exemplar erwischt habe ergänze ich dieses Absuchen noch mit einer Klebeband-Fusselrolle, da man mit der gerade an schwierig kämmbaren Stellen wie den Beinen oder rund um die Hoden zusätzliche Sicherheit gewinnt. Nun – dennoch passiert es ab und an, dass mir dabei scheinbar eine Zecke durch die Lappen geht. Diese entdecken wir glücklicherweise dann meistens beim nächsten Kämmen oder Kuscheln, wenn sie gerade erst angedockt hat. Gut in der Hinsicht, da man ja, je schneller man sie entfernt, die potentielle Infektionsgefahr geringer hält. Blöd nur, dass die Zecken dann in der Regel noch so winzig sind, dass die Entfernung nicht gerade leichter wird.

Der Zeckenhaken

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Das erste Hilfsmittel zur Zeckenentfernung, das bei uns einziehen durfte, waren die sogenannten Zeckenhaken*. In der Regel kommen die im Doppelpack zweier verschiedener Größen daher, eine für kleinere Zecken und die andere für bereits vollgesaugte. Bei der Anwendung schiebt man den Haken an der Haut entlang unter die Zecke, dreht diese mehrmals und löst sie dadurch raus. Der Vorteil soll hier vor allem dabei liegen, dass kein Druck auf die Zecke ausgeübt werden kann und so das Risiko durch Quetschen eventuelle Krankheitserreger in die Wunde zu befördern vermieden werden soll. Soviel zur Theorie. Ich weiß, dass viele Hundebesitzer mit diesen Haken nach eigener Aussage wunderbar zurecht kommen – ich tue es leider nicht. Selbst bei dem kleinen Haken rutscht mir die Zecke immer wieder beim Versuch sie nach ausgiebigem Drehen herauszuziehen durch. Das führt nicht nur zu der gerade beschriebenen Quetschung des Blutsaugers, ich bekomme sie schlicht und einfach nicht herausgelöst. Woran es liegt, dass es bei mir nicht klappen will, bei anderen aber wunderbar funktioniert, das weiß ich wirklich nicht. Deshalb will ich die Zeckenhaken aber nicht schlecht machen, da das Problem doch eher bei uns zu liegen scheint *räusper*

Die Zeckenzange

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Die Suche ging also weiter und nachdem ich einige Zeit lediglich eine Pinzette als nicht unbedingt perfektes Hilfsmittel zur Hand hatte, fiel uns mit unserem Erste-Hilfe-Set mehr zufällig eine klassische Zeckenzange* in den Schoss. Diese hat relativ viel Ähnlichkeit mit einer Pinzette in der Handhabung. Man drückt meistens am oberen Ende auf einen Knopf, die Zange vorne öffnet sich, dann greift man damit die Zecke, indem man den Knopf langsam wieder loslässt. Anschließend stellt sich nur noch die Frage „Drehen oder Ziehen?“ um die Zecke herauszulösen. Im Vergleich zum Zeckenhaken ist bei der Zange die Gefahr des Quetschens beim Greifen wesentlich höher. Ob gequetscht oder nicht, gedreht oder gezogen – letztlich bekomme ich die Zecke mit dieser Methode auch nur schwerlich aus der Haut gelöst, brauche manchmal mehrere Versuche, reiße Buddy dabei gerne noch eingeklemmtes Fell mit heraus *autsch* und das Ende vom Lied war nicht selten, dass das Beißwerkzeug stecken blieb *motz* Durch unsere leider reichhaltige Erfahrung auf diesem Gebiet (da ich Zecken bisher kaum komplett herausbekommen habe) weiß ich mittlerweile, dass dies zwar nicht das Infektionsrisiko von übertragbaren Krankheiten erhöht und der in der Haut verbliebene Rest in der Regel von selbst abgestoßen wird, aber im blödesten Falle eben doch eine Entzündung oder gar einen Abszess verursachen kann. Nicht schön. Die Zeckenzange konnte also auch nicht die Lösung für uns sein, zumal Buddy durch die mehrfach ausgerissenen Haare und mein frustriertes Geschimpfe beim Entfernen schon von Weitem von diesem Tool in die Flucht geschlagen wird. Aber wie gesagt, auch hier nur unsere persönliche Erfahrung, andere kommen mit der Zeckenzange oder auch mit der Pinzette prima zurecht.

Die Zeckenschlinge

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Neue Zeckensaison, neues Glück. In diesem Jahr landete nun nach einiger Recherche eine Zeckenschlinge* im Einkaufskörbchen. Diese schaut aus wie ein Stift, hat vorne eine hauchdünne, durch Knopfdruck ausfahrbare Schlinge und soll selbst für die kleinsten Zecken und Nymphen geeignet sein. In der Praxis schaut es dann so aus, dass man den Knopf drückt und die Schlinge vorsichtig um die angedockte Zecke legt, dann legt man die abgerundete Spitze des Stifts gleich neben die Zecke auf die Haut und lässt die Schlinge langsam zuziehen. Nun winkelt man den Stift senkrecht, dreht ihn samt Zecke um 360 Grad und kann sie anschließend einfach aus der Haut ziehen. Kein Quetschen, Durchrutschen oder Fellausreißen. Guter Hoffnung ging ich also bei der ersten Zecke dieser Saison ans Werk und musste feststellen, dass ich scheinbar tatsächlich endlich ein Werkzeug gefunden hatte, mit dem ich nicht gleich auf Kriegsfuß stand *lach* Mittlerweile musste ich schon Zecke Nummer drei entfernen (alarmierend, aber ein anderes Thema), zwei von dreien bekam ich wirklich einfach herausgelöst, bei einer blieb leider etwas Stecken. Ein magischer Zauberstab ist die Zeckenschlinge also nicht *zwinker* aber zumindest ein Lichtblick.

Zu guter Letzt sei noch gesagt, dass man nach dem Entfernen der Zecke, ganz gleich mit welchen Werkzeug oder ob man sie intakt herausbekommen hat, in jedem Fall die Bissstelle desinfizieren und im Auge behalten sollte. Wir nehmen dafür entweder ein Wunddesinfektionsspray oder jodhaltige Betaisodona Salbe. Schlussendlich bin ich mir sicher, dass jedes der von uns ausprobierten Hilfsmittel seine Fans hat und vielleicht bin ich auch die einzige Person auf diesem Planeten die derart ungeschickt beim Entfernen von Zecken ist *hüstel* Am einfachsten wäre es so oder so, wenn man derartige Tools gar nicht bräuchte, weil die Zecken einfach fern blieben. Aber dieses Rundum-Sorglos-Mittel habe ich aber leider auch noch nicht entdeckt.

 


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2 Kommentare bei „Ziehen, Drehen, Hebeln – Weg mit der Zecke“

  1. Ich stehe mit diesen „Werkzeugen“ auch auf Kriegsfuß. Mit der Zeckenzange komme ich noch am besten zurecht. Die Zeckenentfernung mit dem Haken ist bei mir immer eine Glückssache. Übrigens habe ich seit kurzem bei Cabo festgestellt, dass nach einem Waldspaziergang kaum bis gar nichts mehr auf ihm krabbelt, seitdem ich ihm täglich eine Tablette Bierhefe und vier Tabletten Spirulina von Aniforte unters Futter gebe. Angeblich riechen Hunde dadurch anders und das mag die Zecke wiederum nicht. Ob was dran ist, weiß ich nicht. Vielleicht haben wir einfach wenig Zecken. Hinzu kommt, dass Cabo gar nicht im Unterholz unterwegs ist und auf den Wegen bleibt. Ich werde es weiter beobachten.

    Liebe Grüße
    Silvana

    1. Oh, gut zu hören, dass nicht nur ich bei dieser Sache zwei linke (bzw. rechte) Hände habe *lach* Ja, ich denke Buddy holt sich die meisten Zecken, weil er durch jeden Grasbüschel am Wegesrand streift und seinen Kopf zum Schnüffeln reinsteckt. Nachdem wir nun innerhalb weniger Tage erst eine dicke Zecke im Nacken rausmachen mussten und dann eine zwischen den Zehen wird es mir aber einfach zu heikel. Deshalb habe ich nun schweren Herzens zum Zeckenhalsband gegriffen und hoffe so ein wenig mehr auf der sicheren Seite zu sein, was die Vermeidung von Infektionen angeht. Liebste Grüße!!

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