Magen-Darm mal anders

Es gibt wieder einmal Erzählstoff, auf den wir gut und gerne verzichten könnten: Buddy’s Krankenakte. Und wie es immer so ist bei uns, traf es natürlich mal wieder ein langes Wochenende und einen Tag, der so schön anfing.

Es war der Freitag zwischen Feiertag und Wochenende, wir freuten uns auf die freie Zeit zu dritt und machten uns auf den Weg zu einer späten Morgenrunde durch die heimischen Wälder. Obwohl es nasskalt und eher ungemütlich war, hatte der Zwerg herrlich gute Laune und fegte nur so durch das nasse Laub. Mir fiel zwar auf, dass er sich innerhalb kurzer Zeit 2-3 Mal für seine Geschäftlichkeiten hockte, aber der Output war absolut weit entfernt von Durchfall, weshalb ich mir nicht weiter Gedanken machte. Gerade als wir – natürlich – am weitesten entfernt waren vom Pinschermobil, schlug Buddy’s Laune auf einmal um. Er schlich um meine Beine herum, schlechte sich ununterbrochen das Maul und wollte gar nicht mehr so recht weiterlaufen. Ich tastete seinen Bauch und seinen Rücken ab, denn das sind ja erfahrungsgemäß meistens die Knackpunkte, und fand schon, dass beide Stellen etwas verspannt waren. Außerdem schien er am Rücken empfindlich zu reagieren. Wir machten uns also gleich auf den Rückweg.

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Buddy lief schlecht. Und so langsam machte ich mir doch Sorgen, dass er sich irgendwie rund um seine Problembandscheibe was verzogen haben könnte. Zwischendurch stolperte er fast, weil er die Hinterpfoten nicht bei jedem Schritt vernünftig hob. Dann wurde er auf einmal ziemlich hektisch und triebig, lief auf dem Grünstreifen neben dem Weg auf und ab, als würde er nach einer Möglichkeit ins Unterholz suchen. Ich sprach ihn immer wieder an, damit er bloß da bleibt und wollte ihn gerade anleinen, als er sich wieder hinhockte. Ohne dass sich was tat schrie er auf einmal wie am Spieß und rannte kopflos ins Unterholz. Wir bekamen natürlich einen riesen Schreck, ich hatte immer noch seine Bandscheibe im Kopf. Mit Mühe und Not schaffte ich es, ihn aus dem Gestüpp herauszulocken und trug ihn den restlichen Weg zum Auto im Sauseschritt. Und ich sage euch, da können 8 kg Zwerg auf längerer Strecke ganz schön schwer werden. Natürlich fing es dann noch an zu Nieseln.

Wir fuhren auf direktem Weg zu unserer Tierarztpraxis, die zum Glück keinen freien Tag eingeschoben hatte. Nachdem ich die Sache geschildert hatte mussten wir noch eine Dreiviertelstunde im vollen Wartezimmer warten, was Buddy’s Stresspegel natürlich nicht senkte. Er drückte sich mit dem Rücken zur Wand in eine Ecke und verbrachte die Zeit im Wechsel sitzend – liegend – sitzend – liegend, schleckte sich das Maul und hatte sichtlich Schmerzen.
Als wir dann endlich dran kamen, konnte die Tierärztin zu meiner großen Erleichterung den Rücken als Schmerzauslöser relativ sicher ausschließen. Wahrscheinlich hatte der Schmerz vom Bauch nur ausgestrahlt. Sein Bauch war ziemlich angespannt und schmerzempfindlich, er hatte aber weder Fieber noch sonstige Krankheitssymptome. Nachdem wir die übliche Checkliste von möglicherweise aufgenommenen Fremdkörpern, Knochen oder sonstigem, was für Probleme sorgen könnte, abgearbeitet hatten, entschieden wir uns erstmal nur ein Schmerzmittel zu spritzen und eines sicherheitshalber für Daheim mitzunehmen. Sollte sich was ändern, sollten wir natürlich wieder rein kommen. Auch am Samstag.

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Fix und fertig mit den Nerven warteten wir dann draußen auf den Herzmann, der noch den Rechnungskram erledigte. Die Spritze musste mittlerweile wirken, denn Buddy war etwas verdottert aber nicht mehr so krampfig. Als wir an der kleinen Wiese vorbeikamen, wollte er dann nochmal einen Anlauf für Geschäftlichkeiten starten… und förderte dabei einen Output zutage, der so steinhart war, wie ich es noch nie gesehen hatte. Ich stand einige Sekunden regungslos da, so fassungslos war ich, bevor ich die Beutelchen hervorkramte. Es war als hätte ich keinen Poop, sondern Kastanien eingetütet.

In den nächsten Tagen blieb Buddy’s Output sehr, sehr fest, aber er hatte keine Schmerzen mehr oder Probleme ihn loszuwerden. Sicherheitshalber gab es in jeden Napf einen extra großen Schuss warmes Wasser und am ersten Tag einen halben Teelöffel Leinöl mit ins Futter. Natürlich grübelten wir über den Auslöser für dieses doch ungewohnte Problem. Das einzige, was in der Woche zuvor anders gewesen war, war die Trockenfuttersorte, die wir täglich auf den Spaziergängen dabei hatten. Um sicher zu gehen, haben wir die erstmal wieder aussortiert und zu der vorherigen gewechselt. Mittlerweile hat sich alles wieder normalisiert und wir hoffen sehr, dass sich das ganze so bald nicht wiederholt.

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