Und, was macht der Rücken?

Ziemlich genau ein halbes Jahr ist es her, dass wir beim Tierarzt von Buddy’s Problembandscheibe erfuhren. Damals waren wir regelrecht geschockt darüber, dass unser topfitter Zwerg ein gesundheitliches Problem haben und von nun an nicht mehr fröhlich ungebremst durch die Welt hopsen sollte. Wie wir uns mit diesem Handicap arrangiert haben und ob Buddy nun tatsächlich ein weniger wildes Leben führt, davon wollen wir euch heute erzählen.

Wie bei so vielen Dingen im Leben schaute die Welt für uns in den ersten Wochen nach der Diagnose wesentlich grauer aus, als sie sich letztlich entwickelte. Ja, wir mussten uns in einigen Punkten umstellen, uns umgewöhnen und sind im Alltag doch umsichtiger geworden. Und doch musste ich bevor ich mich an diesen Beitrag setzte erstmal scharf nachdenken, was denn nun überhaupt alles anders ist. Ein gutes Zeichen *zwinker* Denn so schlimm wie befürchtet kann es dann ja doch nicht gekommen sein.

Veränderungen sind auch nur neue Gewohnheiten

Die meisten Veränderungen, von denen wir euch schon Anfang des Jahres berichtet haben, haben wir beibehalten und sie sind ein großes Stück weit zur Normalität geworden. Die täglichen Treppengänge im Flur nehme ich dem Zwerg ab indem ich ihn trage. Nur bei ein paar Stufen hin und wieder unterwegs drücken wir schon mal ein Auge zu. Auch rein und raus ins Auto wird Buddy nun immer gehoben und generell lassen wir ihn nicht mehr aus größeren Höhen runterspringen. Die Rampe am Bett wurde nach einigen Monaten allerdings mehr und mehr vernachlässigt vom Zwerg. Gerade wenn niemand von uns aufpasste, sprang er wie gewohnt hoch und runter. Da ich hier aber ein allzu großes Trara drum veranstalten wollte, entschieden wir uns eben genau wie bei der Couch für ein Kissen bzw. eine Matratze auf dem Boden, die sowohl die Differenz zum Bett verringert, als auch den Hüpfer runter dämpft. Neben all diesen Indoorveränderungen blieben unsere Gassitouren weitgehend unverändert. Draußen hatte Buddy schon immer ein ganz gutes Gespür dafür, waghalsige Manöver zu vermeiden, keine steilen Abhänge herunterzubrettern oder von zu hohen Baumstümpfen und Steinen herunterzuspringen. Darum lassen wir ihm hier eher viel Freiheit sich zu bewegen – was nicht zuletzt auch seiner Muskulatur zugute kommt. Nur sein geliebtes Ball- und Spielyspiel haben wir stark zurückgefahren. Das war glaube ich die tragischste Veränderung für ihn. Natürlich verzichten wir deshalb nicht ganz darauf, aber wir gucken noch ein bisschen genauer hin, wenn es darum geht welche Stellen und Untergründe geeignet sind. Außerdem wird eben nur noch so geworfen, dass abruptes Abbremsen vermieden wird. Und in der warmen Jahreszeit lässt sich unser Lieblingsspiel natürlich fantastisch rückenschonend ins Wasser verlegen.

Letztlich waren die meisten Umstellungen in unserem Alltag halb so wild. Und dennoch scheinen sie bereits Wirkung zu zeigen, denn Buddy hatte seitdem nicht eine Schmerzattacke mehr im Rückenbereich *klopfaufHolz* Wie sich das ganze in Zukunft entwickeln wird, wird sich zeigen. Aber ich denke wir sind auf dem richtigen Weg und haben die Sache ganz gut gewuppt. Der Zwerg hat seitdem jedenfalls nichts an seiner wilden Lebensfreude eingebüßt – und das ist doch die Hauptsache.

2 Antworten auf „Und, was macht der Rücken?“

  1. Ja, man kann seinen kleinen so viel Vorbereiten wie man will. Wenn man nicht aufpasst uns sie was anderes vor haben, bringt das alles nichts. Wichtig ist aber, das man so viel als Möglich reduziert.

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