Von Hitze und Geschwitze in der großen Stadt

Der Sommer ist da – ob kalendarisch, meteorologisch oder gefühlt. Bevor wir uns den warmen Monaten dieses Jahres widmen, wollen wir erstmal noch einen Blick zurück auf das letzte Jahr werfen. Denn was uns da erwartete, war weit entfernt von sommertypischer Leichtigkeit, Entspannung und Genießen.

Noch vor wenigen Jahren freuten wir uns auf die Sommermonate, in denen der Zwerg täglich durch Bäche und Badeseen hopsen konnte, wir laue Abendrunden mit herrlicher Stimmung genießen und extra viel Zeit draußen in der Natur verbringen konnten. Dann kam der Sommer 2019 mit seinen Hitzephasen, der Trockenheit und den tropischen Nächten *räusper* Wir mussten lernen, dass unsere Wohnung nicht annähernd wärmeresistent ist und nach wenigen Tagen schon den Außentemperaturen Konkurrenz macht, dass auch der Zwerg seine Grenzen bei der Wärmeliebe hat und dass das Fehlen von Abkühlung, erholsamem Schlaf und einem angenehmen Wohlfühlort einen Rattenschwanz an negativen Dingen hinter sich herzieht *hust*

Eine Ausnahme kommt nicht allein

2020 nahm das Unheil schon im Mai seinen Lauf, denn der war bereits nahezu regenlos trocken und einen Tick zu warm. Auch wenn es zwischendurch Phasen von normalen Werten gab, war die Tendenz im Juni ebenso weiterhin zu warm, zu trocken. Wir behalfen uns mit den bewährten Hilfsmitteln Kühlmatte, Ventilator und Eiscreme *yum* drinnen, so wie schattigen Runden mit Wasserzugang draußen. Spätestens im Juli wurde aber schnell klar, dass dieser Sommer noch extremer werden würde als der vorherige. Die Temperaturen waren durchweg sommerlich bis hochsommerlich warm, immer öfter und länger durchsetzt von Hitzeperioden. Bei uns im Ruhrgebiet hieß das nicht etwa Temperaturen um die dreißig Grad plus milde Nächte. Nein, bis Ende August sollten uns immer wieder Hitzewellen mit Werten an die vierzig Grad treffen, ohne jegliche Chancen auf Verschnaufpausen, denn nachts sank das Thermometer häufig nicht unter zwanzig oder gar fünfundzwanzig Grad. Sommergewitter und kräftige Regenschauer blieben aus. Unsere Wälder boten ein trauriges Bild samt vertrocknetem Unterholz und ausgetrockneten Bächen. Auch hier war selbst spät abends kein kühlender Effekt mehr zu erwarten. Unsere Städte voll Asphalt, Beton und Stahl hier im Pott wirkten wie regelrechte Wärmespeicher, die die tägliche Hitze zu potenzieren schienen.

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Nach einigen Wochen waren wir langsam aber sicher dank Schlafmangel, körperlicher und mentaler Wärmebelastung am Ende unserer Kräfte und am Ende mit den Nerven. Aber nicht nur wir Zweibeiner versuchten nur noch einen Tag nach dem anderen, eine Nacht nach der anderen hinter uns zu bringen, auch Buddy litt sichtlich. Er schlief nur noch selten tief, tigerte Tag und Nacht von einem Liegeplatz zum nächsten und fand – abgesehen von Ausflügen zum See – nicht mal mehr auf den extra frühen und späten Spaziergängen Freude und Ausgelassenheit. Er futterte oft nur noch spärlich von seinem Napf. Und hatte obendrein mit seinen Pfotenentzündungen zu kämpfen. Hätte ich selbst nicht so sehr neben mir gestanden, dann wäre ich unglaublich besorgt gewesen. So tat er mir einfach nur leid.

Ein Tropfen auf dem heißen Stein ist besser als keiner

Nach langem hin und her entschieden wir uns, in den sauren Apfel zu beißen und ein mobiles Klimagerät anzuschaffen. So wenig effizient diese im Vergleich zu richtigen Klimaanlagen auch sein mögen, mussten wir die Temperatur von regelmäßig mehr als dreißig Grad in unserer Wohnung unbedingt senken. Es stellte sich als laut und unpraktisch in der Handhabung heraus, dennoch verschaffte es uns an den unerträglichen Tagen über fünfunddreißig Grad angenehme Linderung. Als wir es in Betrieb nahmen, schlief Buddy gefühlt tagelang rund um die Uhr. Erst jetzt wurde mir das Ausmaß seiner Erschöpfung so richtig bewusst und es versetzte mir einen Stich ins Herz, wenn ich ihn beobachtete, wie er ausgestreckt auf der Seite dalag, nicht mal mehr beim Postboten anschlug und um Jahre gealtert wirkte.
Irgendwann im September verließ uns dann der Hochsommer endlich und wir konnten wieder aufatmen.

Ausnahme oder neue Regel?

So, da wären wir nun also wieder am Anfang des Sommers. Der kalte April wurde von einem warmen Mai mit ersten Spitzen abgelöst und von einem oftmals eher hochsommerlich anmutenden Juni getoppt. Nach den Erfahrungen der letzten zwei Jahre bereitet uns diese Entwicklung natürlich sorgen, zeichnet sich schon jetzt ein weiterer viel zu heißer, viel zu trockener Sommer ab. Zu schnell wird die Ausnahme zur Regel.

Doch was können wir tun? Da weder ein Umzug in ein besser klimatisiertes Haus noch in offenere, dünner besiedelte Gebiete fern vom Ballungsraum gerade in Frage kommt, bleibt uns nur übrig, unsere kühlenden Helfer bereit zu halten, darauf zu hoffen, dass es bitte doch nicht ganz so dramatisch wird, wie in den letzten Sommern, und an dem Gedanken festzuhalten, dieses Jahr mit Glück *toitoitoi* am Ende wenigstens das Meer wiederzusehen.

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