Wenn das Leben dir Zitronen gibt

Letztes Jahr sind wir kurz vor dem Frühjahr recht plötzlich untergetaucht und haben für Stille auf dem Blog gesorgt. Im Nachhinein wäre vielleicht ein kleiner Pausen-Post eine feine Sache gewesen, aber ehrlicherweise hatte ich gar nicht damit gerechnet so lange fort zu sein. Ich habe wirklich lange überlegt ob ich überhaupt und was ich dazu schreiben möchte. Letztlich habe ich mich für eine hoffentlich galante Zwischenlösung entschieden *zwinker*

Diejenigen, die uns schon lange folgen, wissen, dass ich zwar sehr gerne aus unserem Leben berichte und auch gelegentlich mit Freude aus dem Nähkästchen plaudere *hihi* aber dass es für mich doch in einigen Bereichen eine sensible Grenze zwischen privat und öffentlich gibt. Und so will ich es auch beibehalten.
Aber auch wenn ich euch nicht im Detail alles aus dem letzten Jahr berichten werde, kann ich nicht nichts erzählen, denn so würde eine fühlbare Lücke entstehen. Im Klartext: ich habe mich spürbar und sichtlich verändert, genau wie sich unser Leben hier und da verändert hat. Und ich habe die starke Vermutung, dass sich das inhaltlich und zwischen den Zeilen in unseren Geschichten und Berichten widerspiegeln wird… wäre ja auch seltsam, wenn nicht.

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Nun, wie vielleicht der ein oder andere von euch weiß, hatte ich in den vergangenen Jahren wiederholt einige gesundheitliche Baustellen, die im letzten Sommer nach langer und aufwendiger Suche, kraftraubendem auf den Kopf gestellt und nervenzehrendem durchforstet werden letztlich auf einen Ursprung zurückzuführen waren. Manchmal sind klare Antworten aber leider nicht immer gleichzusetzen mit sauberen Lösungen. Zu wissen wer der Übeltäter ist, liefert nicht immer einen Weg ihn loszuwerden, sondern bisweilen nur die Erkenntnis, wer einen auf seinem weiteren Lebensweg begleiten wird.
Ohne zu tief in die Materie einzutauchen, kann man aber auf den Punkt bringen, dass 2020 einfach ziemlich besch… bescheiden war. Daher war ich vieles – aber auf gar keinen Fall schreiblustig oder anderweitig kreativ veranlagt. Von Verunsicherung und Ängsten, verlorener Hoffnung, Frustration und einer großen Portion Gereiztheit über Erleichterung und Schock zugleich, Verleugnung, sehr viel Wut und Zorn bis hin zu Ablehnung und Resignation raste die innere Achterbahn durch die Wochen, Monate und Jahreszeiten. Erst als der Winter an die Tür klopfte wurde ich ruhiger und klarer. Der gute, alte pragmatisch rationale Planungs- und Organisationsfreak in mir krabbelte wieder an die Oberfläche, um seinen Platz neben dem Bauchgefühlfolger einzunehmen.
Irgendwann auf dem Weg in den Dezember hatte ich die neue Situation still und leise akzeptiert und begann langsam wieder nach vorne zu schauen.

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In diesem enorm anstrengenden und umwälzenden Jahr hat sich sehr viel innerlich und manches äußerlich bei mir verändert. Auf so einiges davon hatte ich keinen Einfluss, aber rückblickend bin ich doch überrascht, wie viele kleine und große Dinge doch aus eigenem Antrieb geschahen und wie viel Gutes dabei entstanden ist. Neben den eng vertrauten Zweibeinern war Buddy ein so unglaublich wichtiger Teil dieses Prozesses der Verarbeitung und persönlichen Weiterentwicklung für mich, dass ich es gerade nicht in adäquate Worte verpackt bekomme. An anderer Stelle werde ich darauf aber ganz sicher zurückkommen, denn wer mich kennt weiß, dass Wortfindungsprobleme und Sprachlosigkeit bei mir glücklicherweise meist nur von kurzer Dauer sind *zwinker*

Lange Rede – das sind die positiven Dinge, die ich für mich mitnehme, wohin mich dieser Weg auch führen mag. Ich weiß, es wird nicht immer einfach sein und mich vor viele Herausforderungen stellen. Aber jetzt freue ich mich erstmal sehr auf die Zeiten wieder kreativ loszulegen, zu Schreiben und zu Fotografieren, die kleinen Dinge zu sehen und zu genießen, viel Zeit mit dem Zwerg zu verbringen und Pläne zu schmieden. Bei all dem sollen die alten Teufelchen Ehrgeiz und Leistungsdruck auf meiner Schulter zurücktreten und Platz freimachen für gelassene Zufriedenheit und Freude. Jene Zeiten, in denen all der kreative Tatendrang in den Hintergrund treten und eine Ruhephase einlegen muss, will ich selbst nicht wieder vorschnell pessimistisch überbewerten, sondern als das sehen, was es ist und auch zuletzt war – eine temporäre Pause.
Und alles andere, das wird sich zeigen.

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2 Antworten auf „Wenn das Leben dir Zitronen gibt“

  1. Willkommen zurück. Ich freue mich!
    Den Rest lasse ich mal so stehen. Manchmal ist das so und natürlich bist du keinem Rechenschaft schuldig. Aber ich kann das natürlich auch verstehen, ich würde auch dazu neigen.
    Liebe Grüße
    Becki

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