Camping in Rockanje -Perfekt für vier Pfoten

[Werbung*] Still und leise haben wir uns davon geschlichen und uns auf den Weg an die niederländische Küste gemacht. Unser Ziel war ein Campingplatz in der gleichen Region, in der wir schon letztes Jahr unser allererstes Campingabenteuer gewagt hatten. Ob uns Südholland 2.0 genauso gut gefallen hat und was wir alles in den drei Tagen erlebt haben, das verraten wir euch heute.

Montagmorgen, bevor die große Hitze über die Heimat hereinbrach, machten wir uns auf den Weg nach Rockanje in den Niederlanden. Dort gibt es einen wunderbaren Hundestrand, den wir schon letztes Jahr bei unserem Urlaub in Hellevoetsluis besucht hatten. Diesmal hatten wir uns aber für einen Campingplatz entschieden, der fußläufig vom Strand entfernt lag und uns so die Autofahrten während der Auszeit ersparen sollte. Und Meerluft rund um die Uhr gab’s natürlich als Extra obendrein ❤

Ein Campingplatz mit purem Hollandflair

Auf dem Campingplatz Molecaten Rondeweibos hatten wir uns einen großzügigen Komfortstellplatz gebucht, den man problemlos mit dem Zelt nutzen kann (anders als z. B. auf Fehmarn, wo die Stellplätze ausschließlich für Wohnmobile und -wagen vorgesehen waren). Der Check In lief ruckzuck und wir konnten pünklich kurz vor 13 Uhr unseren Stellplatz beziehen, der nicht weit von der Rezeption entfernt lag und nur wenige Meter weit vom Sanitärgebäude. Ein richtiger Glückstreffer, denn unser Platz war an einer Seite von Bäumen und an einer anderen von einer Hecke gesäumt, so dass wir in Kombination mit unserem neuen Sonnenschutz-Tarp bis auf wenige Stunden immer Schattenspender hatten – und das war bei 30 Grad auch bitter nötig. Der Strom- & Wasseranschluss lag praktisch zentral, so dass wir nicht mal zu unserem Verlängerungskabel greifen mussten. Recht schnell waren wir wieder drin in der Routine des Aufbaus und hatten unser Lager in einer knappen Stunde bezugsfertig. Zeit durchzuschnaufen und anschließend den Platz ein wenig zu erkunden.

Schnell fiel uns auf, dass nur sehr wenige Deutsche hier Urlaub machten und bei weitem nicht alle Mitarbeiter Deutsch sprachen – als uns die Sicherung außerhalb der Rezeptionsöffnungszeiten rausflog, mussten wir uns jenseits von Deutsch und Englisch mit Händen und Füßen verständigen. Allein die Klärung unserer Stellplatznummer am Telefon war ein reines Abenteuer *hust* Aber irgendwie hat auch das geklappt. Scheinbar gehört diese Ecke Hollands einfach nicht zu den typischen deutschen Campingkolonien 😉 Nun denn, neben der Tatsache, dass wir immer wieder wie selbstverständlich in Gespräche auf niederländisch verwickelt wurden, ohne dass unser Gegenüber überhaupt auf die Idee kam, dass wir maximal ein Wort pro Satz verstanden *lach* fielen wir auch allein dadurch, dass wir ein Zelt hatten, auf wie bunte Hunde. Auf all den Erkundungsrunden über den Platz habe ich nicht einen anderen Zeltcamper entdeckt, dafür umso mehr Dauercamper in Mobilheimen und Wohnwagen, deren Parzellen eingerichtet waren, wie ein zweites Zuhause. Reine Urlauber gab es nur wenige.

Auch wenn wir scheinbar nicht zu der Hauptzielgruppe gehörten, passte alles unglaublich gut für uns. Die Sanitäranlagen waren tiptop, wenn auch ein wenig verwirrend angelegt, so dass die Herren- und Damentoiletten auf einem Gang waren, auf dem es aber keine Waschbecken gab. Zum Händewaschen musste man einmal ums Gebäude herum zum Duschbereich, der dann aber nach Geschlechtern getrennt war. Etwas seltsam, aber man gewöhnte sich dran 😉 Außen am Häuschen gab es dann noch ausreichend Spülplätze. Außerdem befand sich auf dem Platz zentral gelegen ein kleiner Supermarkt mit allem Nötigsten und ein Restaurant plus Take-Away Imbiss. Schwimmbad und Spielplätze waren für uns nicht so interessant, aber nett angelegt vorhanden.

Der perfekte Hundestrand

Kommen wir zum Wesentlichen: dem Strand. Denn der war ja schließlich der Grund, warum wir uns für diesen Campingplatz entschieden hatten. Am anderen Ende des Platzes gab es einen direkten Zugang zum Dünengebiet, durch das man in etwa zehn Fußminuten den Strand erreichen sollte. Und genau an diesem Übergang schloss auch der Hundebereich an, was für uns natürlich optimal war. So günstig all die Einrichtungen auf dem Platz für uns lagen, so weit entfernt war allerdings auch das, übrigens zutrittsgesichterte, Tor, das zu dem Dünenpfad führte. Aus den 600 Metern zum Strand wurden für uns also mal eben eineinhalb Kilometer. Eigentlich natürlich kein Ding, aber bei Temperaturen über 30 Grad für eine kurze Abkühlung eben doch zu weit. Gut, dass wir unsere Wäschewanne alias Buddy’s Planschbecken dabei hatten, damit der Zwerg sich tagsüber ein wenig erfrischen konnte. Zum Strand sind wir letztlich nämlich nur abends gegangen.

Abgesehen von dem kleinen Manko mit der Entfernung ist der Hundestrand in Rockanje aber einfach traumhaft. Lang, breit sauber und übersichtlich. Und das allerbeste: selbst bei super Badewetter überhaupt nicht überlaufen. Zumindest im Juni. Das Meer ist dort sehr flach und dementsprechend war das die Wassertemperatur eine warme Überraschung *lach* die angegebenen 18 Grad waren dort auf jeden Fall stark untertrieben. Aber wurscht, zum Planschen für den Zwerg war es super und ich habe mich ein bisschen geärgert keinen Badeanzug eingesteckt zu haben 😉

Mehr als nur Meer

Neben dem Hundestrand gibt es rund um den Campingplatz aber auch noch andere Spaziermöglichkeiten, was mir immer recht wichtig ist. Gegenüber des Platzes liegt der Annabos, ein Naturschutzgebiet mit Wald, Wiesen und Wasserläufen, in dem die Hunde auf den Wegen frei laufen dürfen. Wir haben hier unsere Morgenrunden gedreht und es war wirklich herrlich. Der Sonnenaufgang, Bodennebel und jede Menge Vögel wie Reiher und Kormorane zum Beobachten. Da wir immer sehr zeitig unterwegs waren, haben wir trotz ausgewiesenem Hundeausführgebiet niemanden getroffen.

Neben diesem Naturschutzgebiet gibt es noch das Dünengebiet Voornes Duin, das zwischen Campingplatz und Strand liegt. Über den Hinterausgang des Platzes konnten wir bequem zu Fuß hingehen und dort eine schöne Erkundungsrunde am kühleren Mittwoch drehen. In der Mitte des Voornes Duin liegt der Dünensee Quackjeswater, um den ein Rundweg herumführt. Die Landschaft wechselt immer wieder zwischen kleinen Wäldchen und spärlich bewachsenen Dünen, was das Ganze unerwartet abwechslungsreich gemacht hat. Richtig schön. Zwischendurch findet man neben Infotafeln auch einige Ausguckplattformen, an denen man einen Blick auf den See werfen kann.

Fazit

Ganz klar, die Hitze und die Sprachbarriere haben uns etwas zu schaffen gemacht. Vor allem die beiden heißen Tage konnten wir nicht besonders gut ausnutzen und so haben wir die meiste Zeit auf unserem Stellplatz verbracht. Das fand ich ein wenig schade, denn ich hätte gerne mehr Zeit mit Buddy am Strand verbracht und auch gern die Gegend ausgiebiger erkundet. Aber das wäre einfach unvernünftig gewesen. Soviel zum nicht ganz so Positiven 😉 Ansonsten war der Platz wirklich super, wir haben uns gleich angekommen gefühlt und der Zwerg war einfach der allerbeste Campinghund. Schon am ersten Tag hat er mitten auf der Wiese tief und fest geschlafen, nur ganz selten mal angeschlagen und sich augenscheinlich, trotz der Wärme, ziemlich wohl gefühlt. Da wir nicht viel unternehmen konnten, haben wir sehr viel Zeit zum Nichtstun und Entspannen gehabt, was bei den Temperaturen auch eigentlich genau richtig war. Und wäre nicht diese furchtbar staureiche, ewig lange Rückfahrt gewesen, wären wir wohl auch absolut tiefenentspannt zuhause angekommen.

Insgesamt haben wir bei unseren beiden Aufenthalten den Eindruck gewonnen, dass diese Ecke Südhollands wirklich ausgesprochen hundefreundlich ist. Besonders gut hat mir auch der entspannte Umgang unter den Hundehaltern gefallen, anleinen bei Begegnungen war eine Selbstverständlichkeit und selbst beim Zusammentreffen mit nicht ganz so verträglichen Hunden hatte man immer das Gefühl, dass die Besitzer ihre Vierbeiner unter Kontrolle haben, vernünftig Abstand halten und keine Gefahr besteht. Neben dem wunderbaren Hundestrand gibt es auch genügend weitere Gassimöglichkeiten, so dass es einem nicht langweilig wird. Wenn man also nichts dagegen hat, als Deutscher, zumindest außerhalb der Ferien, ganz klar in der Minderheit auf dem Campingplatz zu sein können wir beide Plätze und die Region auf jeden Fall empfehlen.

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