Irgendwann erwischt es jeden

Mehr als zwei Jahre hatten wir jetzt Ruhe was Magen-Darm-Infekte anging. Aber selbst wenn man keine Veranlagung dazu hat, wie der Zwerg damals noch, kann es einen eben doch eines Tages heimtückisch überfallen.

Mitten an unserem langen Wochenende, für das hochsommerliche Temperaturen angesagt waren und für das wir schon so einige Pläne geschmiedet hatten, klopfte die Pest in Form von Magen-Darm an unsere Tür. Natürlich am Wochenende. Denn Buddy wird ja zuverlässig immer nur am Wochenende krank. Freitag waren wir noch richtig ausgiebig unterwegs, alles war herrlich in den Wäldern und wir freuten uns auf zwei weitere freie Tage. Doch dann kam das Übel: Kurz nachdem Buddy seinen Abendnapf gefuttert hatte, landete der auch schon auf unserem Fußboden. Das Wasser, welches er anschließend trank, ebenfalls. Und dann noch eine Runde mit richtig viel Schaum. Von da an bahnte sich das Unheil seinen Weg und ein, zwei Stunden später ging der Durchfall los. Details können wir euch hier glaube ich ersparen 😉

Ein unruhiges Wochenende

Die Nacht war dann kurz und unruhig, auch wenn Buddy zum Glück keine Schmerzen hatte und zwischendurch sogar einige Stunden tief und fest am Stück schlief. Morgens schaffte er es dann schon rechtzeitig Bescheid zu geben, dass er raus muss und war, bis auf den heftigen Durchfall, auch soweit fit. Er trank super gut und der Hautfalten- und Schleimhauttest zeigte keine beunruhigenden Resultate was den Flüssigkeitshaushalt betraf. Auch so war er relativ fröhlich und gut drauf. Wir entschieden uns also für eine Runde Schonkost und -programm und hofften diesmal ohne Notdienst auszukommen.

Leider wurde der Durchfall nicht wirklich besser, alle drei bis vier Stunden mussten wir runter hechten, was bei der Hitze wahrlich kein Spaß war. Ich machte mir langsam ein wenig Sorgen, auch wenn er noch sehr fit wirkte. Der Bauch war beunruhigt, der Kopf sagte “Abwarten”. Und so setzte sich das Spiel bis Sonntagmittag fort. Mittlerweile hielt der Durchfall deutlich länger als 24 Stunden an und auch wenn der Allgemeinzustand keinen Grund zur Besorgnis gab, entschieden wir uns im Laufe des Nachmittags abends in die Klinik zu fahren, wenn es nicht mehr ganz so brütend heiss war. Ich muss auch sagen, dass ich noch so eine schlaflose Nacht wirklich nicht gebrauchen konnte, denn so langsam ging ich auch schon auf dem Zahnfleisch.

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In der Klinik bekamen wir dann nach einer kurzen Untersuchung nur gesagt, dass er eigentlich fit sei, nichts auf einen Infekt hindeute und wir einfach einen Darmaufbau machen sollten. Zusätzlich gab es was zur Bauchentspannung mit, was in Kombination die Situation verbessern sollte. Doch die verbesserte sich nicht im geringsten. Ich war unheimlich frustriert, müde und ein bisschen sauer, immerhin waren wir extra in die Klinik gefahren um endlich Hilfe zu erhalten und dann sowas. Montagmorgen war ich dann einfach nur noch platt und Buddy ging es langsam sogar schlechter. Er schaffte es nicht mehr nach draußen, machte in die Wohnung und der Output war wie Wasser.

Manchmal braucht es eine zweite Meinung

Zwei Stunden später saßen wir also bei unserer Tierärztin. Die stellte ziemlich schnell die Diagnose bakterieller Infekt, mittlerweile hatte Buddy auch leichtes Fieber. Ich war erleichtert, denn ich hatte das Gefühl, dass wir nun endlich die Sache angehen konnten. Drei Spritzen bekam der Zwerg, ein Antibiotikum für Daheim und eine Elektrolyt-Paste. Nun hieß es einen Tag lang die Zähne zusammenbeißen und fasten, denn Buddys Darm sollte endlich einmal ganz zur Ruhe kommen. Das war vor allem für mich nicht gerade leicht, wenn der Dackelblick nach seinem Napf fragte. Aber der Durchfall hörte noch am gleichen Tag auf.

Am nächsten Morgen dann der Schreck: Buddy hatte furchtbare Bauchschmerzen. Der Bauch war hart und man hörte förmlich, wie sich die Luft herumdrückte. Leider neigt er ja dazu aufzublähen, wenn der Darm zu leer wird. Es gab also gleich die erste Schonkostportion, insgesamt fünf Stück sollten wir über den Tag verteilen. Erstmal landete Morosche Karottensuppe mit Hühnchen im Napf. Am nächsten Tag folgten dann Reis und Hüttenkäse. Buddy futterte gierig, trank artig sein Wasser, spuckte zuverlässig wie immer die bestverstecktesten Tabletten durch die Gegend und hatte am Dienstagabend dann wieder den ersten normalen Output. Alles lief endlich in die richtige Richtung.

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Vorsichtiger Optimismus und ein großes Bergauf

Die nächsten Tage pendelte sich dann schon fast wieder der ganz normale Alltag ein. Buddy sollte noch bis zum Wochenende volle Schonkost bekommen, bevor wir dann langsam wieder auf das gewohnte Futter umstellen. Zunehmend hatte er auch wieder mehr Energie und jede Menge Flausen im Kopf. Nun bleibt nur zu hoffen, dass auch nach Ende der Antibiotikagabe und der Schonkostfütterung alles weiter im grünen Bereich bleibt und wir diese Geschichte abhaken und nach vorne schauen können. …Immerhin haben wir mit dem Juni die ein oder anderen Pläne 😉

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