Durch die Kirchheller Heide

[Werbung*] Schon eine halbe Ewigkeit lang waren wir nicht mehr in der Kirchheller Heide in Bottrop unterwegs gewesen. Letzten Monat machten wir uns deshalb auf den Weg, um eine neue Ecke des großes Waldgebiets zu erkunden.

Schnell hatten wir uns für eine Tour vom Parkplatz in der Nähe des Flugplatzes Schwarze Heide entschieden, denn in diesem Teil der Kirchheller Heide waren wir noch nie richtig unterwegs gewesen. Einmal, vor Jahren, sind wir hingefahren, wurden dann aber vor Ort von einem heftigen und langanhaltenden Gewitter überrascht, so dass wir den Ausflug abbrachen. Wie dem auch sei, ich hatte mir zwei verschiedene, sich überschneidende, Rundwege ausgeguckt, so dass wir spontan vor Ort wählen könnten, welche der beiden Runden an diesem Tag besser passen würde. Bei unserer Ankunft war der Parkplatz schon rappelvoll und die Massen der Ausflügler bahnten sich ihren Weg gen Heidhof, einem der Highlights auf der Strecke, vor allem für Familien mit Kindern. Neben dem Trubel wurde auch schnell klar, dass es bald ziemlich warm werden würde, deshalb beschlossen wir die kürzere der beiden Runden zu gehen und machten uns so auf den Weg dem A9 nach.

Auf dem A9 durch die Heide

Gut einen Kilometer ging es erstmal schnurgerade geradeaus auf einem so breiten Weg, dass so manche kleine Straße neidisch aus der Wäsche gucken würde. Hier waren viele Radfahrer und andere Hundemenschen unterwegs, man konnte sich aber gut ausweichen und so wurde es nicht allzu stressig. An der zweiten Möglichkeit ging es dann links rein in einen Waldweg. Hier waren wir von Nu auf Jetzt ganz allein für uns. Wunderbar. Auf beiden Seiten des Weges erstreckte sich der Wald mit einem lichten Unterholz, das weite Einblicke ermöglichte. Und während Buddy und ich so unseres Weges trotteten hörten wir auf einmal den Herzmann einige Meter hinter uns entzückt aufrufen. Was ich da hörte, ließ aber gleich einige Alarmglocken in meinem Kopf schrillen, denn er rief “Schau mal, da flitzt ein Wildschweinbaby”. Ohoh. Und da sah ich es auch schon quiekend durch die Farne spurten. Wo ein Frischling ist, da ist Mama Wildschwein auch nicht weit, also machten wir, dass wir zügig weiter kamen. So groß die Freude auch ist, wenn man so viel Natur trotz so vieler Menschen erleben kann, blieb ich auf den nächsten Metern vorsichtig und sehr, sehr wachsam.

An den nächsten beiden T-Kreuzungen ging es dann jeweils links herum und so langsam nahmen die Begegnungen mit anderen wieder zu. Und es wurde wärmer. Gut, dass wir nach etwa zweieinhalb Kilometern einen klaren, funkelnden Bach kreuzten, in dem der Zwerg sich ein wenig die Pfötchen kühlen konnte, bevor es dann ein Stück bergan Richtung Heidhof ging. Wir hielten uns an allen Gablungen immer weiter links, dank der durchgehenden Markierung konnte man sich auch nicht verirren, und bald erspähten wir auf einer Wiesenfläche einen großzügig angelegten Spielplatz. Kurz darauf lag dann der Heidhof rechterhand hinter alten Bäumen versteckt. Hier war schon einiges los, am Kiosk hatte sich schon eine Schlange gebildet und wir entschieden uns ohne Rast weiterzugehen. Der restliche Teil des A9 ist einer der direkten Wege vom Parkplatz zum Heidhof und somit wurde es hier jetzt ziemlich voll. Einige Male mussten wir am Rand stehen bleiben und die Gruppen durchlassen. Nicht ganz unser Geschmack, aber da mussten wir jetzt durch.

Bald schon kam ein bisschen Wind auf und wir wussten, dass der Heidhofsee nicht mehr weit sein konnte. Und da war er auch. Wir folgten dem Weg an der Längsseite des Sees entlang und fanden sogar ein, zwei schöne Stellen, an denen Buddy ans Wasser konnte. Hier war es dann auch nicht mehr ganz so arg voll. Am anderen Ende des kleinen Sees bogen wir dann links ab und folgten dem Weg entlang eines geschützten Moorbereichs. Dass dieser Teil eingezäunt war, ist verständlich, aber bei der Verwendung von Stacheldraht nahe Wegen, auf denen Hunde, Radfahrer und Kinder unterwegs sind, bekomme ich dann doch ein bisschen schlechte Laune. Da gibt es doch sicher ungefährlichere Lösungen. Nun ja. Lange ärgern konnte ich mich darüber nicht, denn die sengende Sonne wurde langsam echt unangenehm und wir waren jetzt, kurz vor der Mittagszeit, echt froh, die kürzere Runde genommen zu haben. Denn auch wenn man hier sehr viel Baumbestand hat, läuft man aufgrund der breiten Wege eben doch sehr oft nicht gerade im Schatten. Noch einmal ging es links herum und bald schon kam der Parkplatz in Sichtweite. Perfektes Timing, denn das Pinschermobil stand gerade eben noch zur Hälfte im Schatten.

Keine Schönwetterrunde

– so lautet unser Fazit. Die Kirchheller Heide bietet wirklich viele schöne Ecken, viele Wasserzugänge und eine Menge Natur pur. Aber sie ist auch einfach ein sehr beliebtes Ausflugsziel für alle Frischluftfans im gesamten Umland. Für unseren Geschmack war es auf den meisten Teilen des Weges einfach viel zu voll. Also eher was für graue Tage oder eben unter der Woche.

Unsere Runde findet ihr, wie immer, in unseren Komoot-Touren.

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