Ist Buddy ein Campinghund?

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In den letzten Wochen, seit sich die Fotos und Berichte von Urlauben und kleinen Auszeiten im Netz wieder rasant mehren, hat sich bei den Zweibeinern im Hause Zwerg ein kleiner, fieser Floh im Ohr eingenistet. Dieser Floh heißt Camping und hat seine Freunde schöne-Erinnerungen, Freiheiten und unbegrenzte-Möglichkeiten im Schlepptau *zwinker* Tatsächlich haben wir so einige kleine, feine Abenteuer mit Zelt und Schlafsack erlebt, bevor Buddy bei uns einzog. Und genau das ist der springende Punkt.

Damals *hachja* Anfang bis Mitte Zwanzig war ein paar Tage irgendwo Campen gehen eine ziemlich unspektakuläre einfache Sache. Ob mit Freunden in Holland am Meer, nahe Berlin samt Sightseeing oder auf einem Festival, man brauchte nicht mehr als ein kleines Zelt, zwei Isomatten und zwei Schlafsäcke. Ja, mit unserer Campingleuchte und dem Instantkaffee gehörten der Herzmann und ich schon zu den besser Ausgerüsteten *lach* Eigentlich hat uns das Zelten für einige Nächte auch immer gut gefallen, selbst mit dieser spartanischen Ausstattung fehlte es uns an nichts und wir haben stets eine schöne Auszeit gehabt. Heute sind aber nicht nur wir vielleicht ein wenig verwöhnter geworden, auch ist da nun ein süßer felliger Zwerg an unserer Seite, der vielleicht doch ein paar mehr Ansprüche mit sich bringt, als einen eigenen, einigermaßen trockenen Schlafplatz zu haben *hüstel* Und doch ist da dieser Floh im Ohr.

Camping mit Buddy – kann das klappen?

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Aber es ist nicht nur die größere Ausrüstung und bessere Vorbereitung die uns in letzter Zeit durch die Gedanken geistern. Die Frage, die mich am meisten beschäftigt ist, ob Buddy wohl überhaupt ein campingtauglicher Hund ist. Klar, irgendwie ist alles Gewöhnungssache und unsere Hunde sind meist viel anpassungsfähiger als wir es uns denken. Aber der Zwerg ist eben ein waschechter Wachhund, der schnell anschlägt und immer den Drang hat aufzupassen. Daheim haben wir das soweit im Griff, als dass er sich nicht allzu sehr aufregt, wenn der Postbote an den Briefkästen zugange ist oder der Nachbar durch den Flur poltert. Ein kurzes Wuffen, vielleicht ein Grummeln und die Sache ist geritzt. Wagt es allerdings jemand an unserer Tür zu klingeln wird der meist doch verbellt, spätestens wenn dem Paketboten die Tür geöffnet wird und Frauchen oder Herrchen so immenser Gefahr ausgesetzt sind *zwinker* Soweit aber alles gut handhabbar. Sind wir im Urlaub in einer Ferienwohnung ist Buddy meistens in den ersten ein, zwei Tagen noch ein bisschen empfindlicher was fremde Leute angeht. Da wird dann schneller mal gebellt, wenn die Nachbarn auf der Terrasse sitzen und lachen. Aber auch hier lässt der Zwerg sich relativ rasch beruhigen. War nie ein ernsthaftes Problem.

Wenn ich mir nun aber ausmale, wie es sein muss, wenn das Zuhause auf Zeit nur Wände aus dünnem Stoff hat, man viel Zeit davor verbringt und jederzeit die verschiedensten Menschen nah dran vorbeigehen können – das könnte dann doch schwierig werden. Stelle ich mir zumindest so vor. Die große Frage ist hier, ob Buddy mit seinen viereinhalb Jahren flexibel genug ist sich auch auf diese Situation einzustellen und sich nach einiger Zeit entspannen zu können. Und ob es vielleicht ausreicht eine ruhigere Ecke auf einem Platz zu reservieren oder ob auch schon das zu viel des Guten für ihn wäre. Fakt ist: ich weiß es wirklich nicht. Immerhin schafft er es auch in Restaurants oder Biergärten abzuschalten und überwiegend still die Geschehenisse zu beobachten, selbst wenn alle Tische belegt sind. Das hätte ich auch vorher nie erträumt. Aber warum mit einem potentiell schwierigen Kanditaten unbedingt Campen gehen? Nun, Camping ist toll. Gerade mit Hund. Draußen sein, mitten in der Natur, flexibel und erschwinglich neue Orte erkunden können die für eine Tagestour zu weit entfernt sind – all das könnte wirklich gut zu und passen. Könnte.

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Letztlich hilft wohl alles Grübeln und Abwägen nichts, ohne einen Versuch zu wagen. Mehr als schiefgehen kann es ja nicht. Ob wir uns dafür entscheiden oder nicht, das hängt wohl wohl ganz von der Hartnäckigkeit dieses kleinen, fiesen Flohs in unseren Ohren ab *schmunzel*

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