Eine neue Halde namens Mottbruch

Im Dezember vergangenen Jahres, nachdem unsere Wald-und-Wiesen-Entdeckertouren in die Winterpause gegangen waren, konnten wir natürlich nicht einfach von hundert auf null erkundungslos daheim bleiben. Und wenn die Runden durch die karge, blattlose Natur weniger reizvoll werden, dann bleiben uns hier im Pott ja immer noch die Halden. Insgesamt dreien haben wir in jenem Monat einen Besuch abgestattet, mit dabei (meines Wissens nach) die höchste, die größte… und die neuste.

Schon einmal vor einigen Jahren hatten wir mit Neugierde die Mottbruchhalde aus der Ferne beäugt und sogar einen Versuch gewagt, auf der damals noch nicht offiziell fertig gestellten Halde eine Runde zu drehen – vergeblich. Danach verschwand sie irgendwo in den Tiefen meines Gedächnisses, bis wir im November wieder einmal die B224 entlang fuhren und plötzlich dieser dunkle Gipfel in meinem Augenwinkel auftauchten. Zurück daheim erfuhr ich schnell bei einer kleinen Recherche, dass die Mottbruchhalde in Gladbeck schon seit einer ganzen Weile begehbar zu sein schien. Offiziell wurde sie auf der Stadtwebsite nun als Teil der sogenannten Braucker Alpen geführt *schmunzel* Hochgegriffener Alpenvergleich hin oder her, diese Halde nun nicht zu erkunden hätte mir niemals Ruhe gelassen *lach* also machten wir uns nur wenige Tage später auf den Weg dorthin.

Ab auf die Mottbruchhalde

In meiner treuen Wanderapp hatte ich eine scheinbar bei anderen beliebte Parkmöglichkeit ausgelotet, die nur wenige Meter entfernt vom Zugangsweg zum Haldengelände lag. Der nächste richtige Parkplatz hätte da doch einen deutlich längeren Fußmarsch verlangt. Bis wir dann aber tatsächlich in dieser kleinen Straße zwischen Gewerbe, frisch geschaffenen Grünanlagen und spärlich verstreuten Wohnhäusern angekommen waren, verging doch ein wenig mehr Zeit als mir lieb war *hüstel* Obendrein konnten wir trotz noch relativ früher Stunde an einem Sonntag schon aus der Ferne das ein oder andere Hund-Mensch-Gespann ausmachen. Nicht optimal, aber deshalb konnten wir uns schließlich nicht von unserer Entdeckermission abbringen lassen *zwinker*

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Die Wege dort verliefen recht langgezogen durch weit einsehbare, frisch angelegte Wiesenlandschaften rund um die Halde herum und schneckenhausartig hinauf bis zum Gipfel. Wir entschieden uns für eine halbe Runde am Fuß entlang, um dann hinauf zu marschieren. Der Tag war grau, es wehte ein frischer Wind und die Steigung aufwärts war gleichmäßig, sich aber eindeutig genauso in die Länge ziehend wie alle Wege auf dem Gelände. Da es auf den Wegen rundherum und auf der Halde selbst bisher keinerlei Eyecatcher oder abwechslungsreiche Vegetation gab, waren wir vor allem gespannt auf das Haldentop, dass einem Vulkan nachempfunden sein soll. Mit zunehmend gummiartigen Beinen oben angekommen *hüstel*, standen wir abrupt mitten auf einem dunkel bedeckten Haldendach. Genauer gesagt standen wir auf einer großen, runden Fläche, teilumschlossen von zwei der Rundung angepassten Kämmen, welche ebenfalls begehbar waren. Wie auf vielen Halden gab es auch hier oben kleinere Wasserflächen, die bei der winterlichen Atmosphäre allerdings weniger anziehend wirkten *zwinker*

Joa, das war’s dann auch schon im Wesentlichen. Schnell hatte man sich einen Überblick verschafft, ein paar Meter kraxelten wir einen der Kämme hinauf, um dann aber aufgrund von eisigem Wind, zunehmender Frequentierung und einem Touch Höhenangst meinerseits *räusper* wieder den Abstieg anzutreten. Auf dem Rückweg nahmen wir uns dann ein bisschen mehr Zeit für das eigentliche Highlight dieser Halde: die Aussicht. Denn so unspektakulär die neue Halde bisher noch daher kam, so spektakuläre Aussichten auf die Umgebung und die anderen, rundherum verstreuten Halden bot sie. Vom Tetraeder bis zu den zwei Gipfeln der Rungenbachhalde gab es eine Menge zu entdecken.

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Und dann war man ruckzuck auch schon wieder unten, um den Weg zurück zum Pinschermobil zu finden, was sich trotz Übersichtlichkeit und Wanderapp noch einmal auf den letzten Drücker als eine kleine Herausforderung erwies *lach* und in einem semioffiziellen Wiesenschleichweg endete.

Fazit

Insgesamt muss ich zugeben, dass ich – vielleicht aufgrund des jahrelangen Wartens und Neugierigseins – irgendwie ein bisschen mehr erwartet hatte. Der Gipfel ist zwar nett gemacht, alles drumherum aber doch sehr karg und ohne Abwechslung in Form von Pflanzen, kleinen Highlights oder Infopunkten. Die Stärke liegt definitiv in dem weiten, 360 Grad Ausblick auf die Umgebung mit all den anderen Halden. Außerdem scheint die Halde für die Anwohner einer der heißen Gassispots zu sein, dementsprechend gut besucht war es dort. Die meisten Hundebegegnungen verliefen dabei okay, ein, zwei waren allerdings wirklich grenzwertig und ärgerlich für uns.
Unterm Strich bin ich froh, dieses Mysterium nun endlich nach so vielen Jahren der Neugierde erkundet zu haben *schmunzel* – auf der Liste für regelmäßige Wiederholungsbesuche findet sie aber vorläufig noch keinen Platz.

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