Zwergische Frühlingsgefühle

Was machen eigentlich die Hormone beim Zwerg? Gerade in den letzten Tagen haben wir aus aktuellem Anlass ein bisschen mehr damit zu tun. Also dachte ich mir, ich plaudere nach längerem mal wieder über die Sache mit den Frühlingsgefühlen 😉

Nun, wie sich diejenigen von euch, die uns schon lange folgen, bestimmt erinnern, gab es eine Phase in der uns die Zwergenhormone ganz schön zu schaffen machten. Kastration ja oder nein. Kastrationschip ja oder nein. Letztlich haben wir das Thema so lange immer wieder durchgekaut und uns regelmäßig mit unserer damaligen Tierärztin beraten, bis es dann plötzlich wesentlich besser wurde. Das Hormonchaos hatte ein Ende und alles sank auf ein absolut vertretbares Niveau.

Mittlerweile sind wir an dem Punkt, an dem wir den Großteil des Jahres eigentlich super gut zurecht kommen. Natürlich findet der Zwerg hin und wieder ein paar interessante Markierungen an Waldwegen und Wiesen, die er sich ein wenig eindringlicher vornimmt, aber ansonsten ist wirklich alles easy peasy. Aber es gibt immer wieder Phasen, wie jetzt gerade auch, in der scheinbar die halbe hündische Damenwelt auf einen Streich läufig ist. Dementsprechend stoßen wir im heimischen Wald nicht nur hin und wieder auf ein paar feminine Markierungen, sondern sie scheinen genauso üppig verteilt wie Laub im Unterholz. Und das kann dann schon mal richtig nervig werden.

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Buddy war ja nie der Typ Rüde, der Hündinnen hinterher läuft, zuhause jammert oder das Essen verweigert (zumindest nicht aus Liebeskummer 😉 ). Hin und wieder hebt er mal die Nase, wenn eine augenscheinlich läufige Hündin in der Nähe ist oder er schnüffelt auch mal etwas länger bei Begegnungen am Hinterteil, wenn man nicht rechtzeitig durch Anleinen darauf aufmerksam gemacht wird. Da wir aber mittlerweile sowieso möglichst einsam und mit wenig Hundekontakten spazieren gehen, ist das selten ein Problem. Was mich persönlich richtig nervt ist sein Geschlecke an Markierungen. Klar, das ist irgendwie ekelig, wenn man bedenkt, dass er anschließend daheim mich abschleckt oder mir gar ein Küsschen aufdrückt *hust*. Was mir daran aber noch wesentlich weniger gefällt ist die Tatsache, dass Buddy so alles Mögliche mit aufnehmen kann, seien es Bakterien oder auch die ausgeschiedenen Abfallprodukte von Medikamenten. Während wir alle anderen Situationen, wie Begegnungen mit läufigen Hündinnen und das Abrufen bei solchen, eigentlich ziemlich gut hinbekommen in den meisten Fällen, ist gegen das Geschlecke einfach nicht anzukommen. Wenn man mal darauf achtet, dann sieht man dieses Verhalten bei unheimlich vielen Rüden. Inklusive Kastraten, wie der Labbibande. Und was ich auch beobachten konnte ist, dass die meisten Hundehalter dieses Verhalten gar nicht unterbinden. Entweder es fällt ihnen gar nicht bewusst auf oder aber sie finden es nicht schlimm. Das muss natürlich jeder selbst entscheiden.

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Ich für meinen Teil handhabe es so, dass ich versuche diesen Momenten zuvor zu kommen. Denn ich kann und will dem Zwerg ja nicht jegliches Schnüffeln im Freilauf untersagen. Meistens habe ich auch einen ganz guten Riecher dafür, wann Buddy verlockt wird zu schlecken und wenn ich ihn just in dem Augenblick mit “Alles Pfui” korrigiere, klappt das sehr zuverlässig. Hat er sich aber erstmal festgeschleckt wird es schwieriger und nachher steht er dann sabbernd mit bebendem Mäulchen vor mir, weil er ganz aufgeputscht ist. Lange Rede… was nervt mich denn nun genau an dem Ganzen Kram, wenn eigentlich alles ganz gut klappt und es nur wenige Wochen im Jahr so extrem ist? Tja, stellt euch einfach mal unsere Spaziergänge momentan vor. Erstmal muss ich Buddy immer ganz genau im Blick haben, jedes mal wenn er irgendwo schnüffelt, sein Verhalten beobachten und genau im rechten Moment “Alles Pfui” sagen. Und das, wo gefühlt alle zwei Meter eine spannende Markierung der Hundedamen auf ihn wartet. Da kann so ein Spaziergang dann schnell mal richtig ätzend werden und ich habe das Gefühl mir den Mund fusselig zu reden. Meine aktuelle Strategie ist, möglichst oft Aufmerksamkeit von ihm zu fordern, ihn öfter mal ohne jeden Grund zu mir zu rufen, kleine Tricks oder Übungen einzubauen und mit Keksen zu belohnen. Und das ist der große Unterschied zu der Zeit des Hormonchaos. Damals hätte das nämlich niemals gefruchtet. Heute dagegen schon recht gut. Aber es ist was es ist, das Spazieren in diesen Hochphasen der Läufigkeit ist anstrengend und erfordert wesentlich mehr Einsatz. Einfach entspannt durch Wald und Wiesen streifen ist da selten.

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Ich bemühe mich dem Impuls zu widerstehen mich darüber zu ärgern und jede läufige Hündin zu verfluchen die gerade durch unsere Wälder streift *räusper* auch wenn mir das ehrlicherweise nicht immer gelingt. Klar, ist es super blöd, wenn alle immer auf einen Streich läufig werden und ich eine Krise bei Buddy’s Schleckorgien bekomme. Aber ganz gewiss haben viele Hündinnen in dieser Zeit auch ihr Päckchen zu tragen und genauso wenig easy peasy entspannte Zeiten wie wir. Also versuche ich dort zu beeinflussen, wo ich etwas beeinflussen kann, positiv zu denken statt mich nur zu ärgern und einfach darauf zu vertrauen, dass der Spuk nach nur wenigen Wochen wieder vorüber ist.

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