Vom Finden und Entdecken per App

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[ Werbung, da Orts- und/oder Markennennung ] Wie ihr wisst lieben wir es neue Ecken zu entdecken, neue Wege auszuprobieren und kleine feine Abenteuer zu erleben. Wenn man das aber erstmal ein paar Jahre macht, dann findet man gar nicht mehr so leicht neue Ziele in der Heimat. Bisher habe ich viele Abende mühseliger Recherche und Stöberns in Karten, Fotos und Blogs verbracht, um neue Ideen für unsere Gassitouren zu finden. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? *hust* Immerhin gibt’s auch dafür heutzutage eine App.Ach was, eine Wanderapp, die brauchen wir doch nicht. Immerhin laufen wir keine riesigen Tagestouren, hätten keine coolen Routen zu teilen und überhaupt sind wir doch eher Spaziergänger als Wanderer… das dachte ich zumindest. Aber dass man solche Apps auch einfach zum Aufstöbern neuer Orte, geheimer Parkmöglichkeiten oder versteckter Wege nutzen könnte, tja, daran hatte ich so gar nicht gedacht. Dabei geht das ganz fantastisch.
Nachdem ich also Komoot auf mein Handy geladen hatte und an nur einem Abend gleich mehr als zwanzig spannende Ziele in der näheren Umgebung entdeckt hatte, mussten wir das natürlich gleich mal ausprobieren. Am besten erstmal in einer Gegend, die uns zumindest nicht ganz unbekannt ist. Sicher ist sicher.

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Unser Weg führte uns an diesem Sonntagvormittag also gen Ratingener Wälder, denn die haben wir ja schon an einigen Stellen erkundet und für uns entdeckt. Nun sollte es aber eine andere Stelle sein, mit einer super Parkmöglichkeit, einsamen Pfaden und einer gemütlichen Runde von knapp fünf Kilometern. Die Stelle, an der der Parkplatz sein sollte, wurde im Navi des Pinschermobils markiert, wir kamen näher und näher… und *schwupp* waren wir dran vorbeigerauscht *hüstel* Gar nicht so einfach einen kleinen Waldweg ohne Hinweisschild auf einer Landstraße ohne Geschwindigkeitslimit anzusteuern, während man von hinten schon geschoben wird. Also an der nächsten Möglichkeit gewendet, mit gedrosselter Geschwindigkeit den ganzen Verkehr ausgebremst und dann per Schleuderwende in den Waldweg rein *puh* geschafft. Der superduper geheime Parkplatz war also wirklich nicht ganz leicht zu finden, tatsächlich war es eigentlich nur eine etwas breitere Stelle des Waldweges, die scheinbar gerne zum Parken genutzt wird. Haben wir dann auch gemacht.
Noch ein kurzer Blick in die App, Aufzeichnungsbutton gedrückt, damit wir uns nicht noch verirrten *räusper* und los ging das Abenteuer. Der erste Eindruck war toll. Ein wirklich schöner Weg führte in den uns unbekannten Teil des Waldes, Buddy flitze los und hatte einiges zu Schnuffeln… aber ganz so einsam und geheim war es hier dann doch nicht.
Schon auf den ersten fünfhundert Metern trafen wir auf zwei Hund-Mensch-Gespanne, allerdings von der netten Sorte, und ein älteres Ehepaar dass sich samt Walkingstöckchen tapfer offroad durch das Unterholz kämpfte. Nichtsdestotrotz fanden wir es immer noch ganz lohnenswert – bis wir um die nächste Biegung bogen. Jogger mit Hund, Jogger ohne Hund, einsame Radfahrer, radelnde Gruppen und jede Menge Gassigänger. Sie kamen uns entgegen, liefen auf Parallelwegen, hinter oder vor uns… Das lässt sich nicht schönreden, hier kam langsam Stadtparkfeeling auf *motz*
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Aber so schnell wollten wir nicht aufgeben und immerhin waren wir ja sowieso schon einmal hier. Also folgten wir weiter dem in der App vorgeschlagenen Weg und tatsächlich wurde es mit der Zeit ein bisschen weniger überlaufen, auch wenn bei weitem nicht einsam *räusper* Um nicht die letzten Kilometer permanent hinter einem anderen semiangeleinten Hund an einer Flexileine herlatschen zu müssen, was nämlich für den neugierigen Zwerg ebenfalls Leinenzwang bedeutet hätte, änderten wir die Runde kurzerhand ab und gingen einen anderen Waldweg zurück zum Knotenpunkt, der nun etwas weniger voll war und traten ein wenig enttäuscht den Rückweg an.
Nun. Wie schaut unser Fazit zu unserem ersten Komoot Geheimtipp aus…? Nein, es war definitiv nicht alles mies und schlecht. Die Gegend war nämlich wirklich schön und abwechslungsreich, von dichtem Nadelwald bis hin zu großen sandigen Freiflächen hat uns diese neue Ecke des bekannten Waldes sehr gut gefallen. Aber geheim war an diesem Tipp nun wirklich nichts. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass es daran liegt, dass nicht nur wir diese App benutzten und auch viele andere dem gleichen Tipp gefolgt sind wie wir. Aber das glaube ich noch nicht mal, viel eher hatte ich den Eindruck, dass hier sehr viele Anwohner des nahegelegenen Stadtkerns unterwegs waren – und das ist eben so gar nicht nach unserem Geschmack.
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Die nächsten zwei Anläufe, an tollen Highlights der App spazieren zu gehen fielen übrigens gleich komplett ins Wasser – bei Geheimtipp Nummero zwei war der Parkplatz schon so überlaufen, dass wir gleich wieder abdrehten und bei Tipp Nummer zwei haben wir uns trotz Karte und GPS schon auf den ersten Metern für den verkehrten Weg entschieden und sind ganz woanders gelandet, als wir eigentlich angepeilt hatten.
Nichtsdestotrotz wollen wir die App nicht gleich vom Handy verbannen und zum Teufel jagen, denn nach diesen Anlaufschwierigkeiten hoch drei kann ja eigentlich nur alles besser werden *zwinker*

Ein bisschen Herbst für’s Auge

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[ Werbung, da Orts- und/oder Markennennung ] Wenn es um gelungene Herbstspaziergänge geht, dann darf eines ganz klar auf gar keinen Fall fehlen: Wald. Denn ohne Wald gibt’s keine Unmengen an Raschellaub, Eicheln, Bucheckern und Kastanien, keine Abwechslung bei der Farbenpracht und keinen waldigen Herbstbodenduft *schwärm* Aber ein großes Manko hat es ja dann meist doch, wenn man einfach nur so durch den dichten Wald herumflaniert, es fehlt die Aussicht auf die bunten Hänge. Und während der Zwerg nun sagen würde “Aussicht schmeckt nicht, raschelt nicht und rennen kann man auf ihr auch nicht” *hüstel* finden wir Zweibeiner schon, dass auch die einen Herbstspaziergang so richtig rund macht.

Aber ganz so schwierig ist die Sache dann gar nicht, zumindest wenn man hier in NRW wohnt. Neben Wald braucht es nämlich einfach nur einen schönen, spiegelnden See für die perfekte Herbstaussicht. Also ab an die Talsperre.
Tja. Und wer die Wahl hat, hat die Qual, denn Talsperren und Stauseen haben wir eine ganze Menge. An jenem grauen Herbstmorgen entschieden wir uns für die Variante klein, fein und nicht allzu weit entfernt – und landeten samt Pinschermobil, warm eingemummeltem Zwerg und noch wärmer eingepacktem Herzmann in Wuppertal Ronsdorf.
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Und nein, ich als alter Talsperrenkenner aus Kindertagen, habe nicht untertrieben als ich sagte, dass die Ronsdorfer Talsperre wirklich klein ist. So klein, dass man nicht einmal drei Kilometer unterwegs ist, um sie einmal zu umrunden. Aber gerade wenn das Wetter nicht den stabilsten Eindruck vermittelt ist uns so ein kleiner Ausflug doch der liebere und dass klein tatsächlich ziemlich fein sein kann, dass sollten wir auch bald bestätigt bekommen *zwinker*
Also Zwerg aus dem Pinschermobil befreit, an die lange Leine genommen und losgestiefelt. Der Parkplatz liegt vielleicht einen halben Kilometer von der Staumauer und dem Ausgangspunkt unserer Runde entfernt. Anfangs sieht man also nichts als Wald, während man den Weg stetig hinab marschiert und sarkastischen Gemütern könnte vielleicht der Gedanke durch den Kopf tigern, dass man diesen aussichtslosen Wald doch auch in der Heimat hätte haben können *hust* Aber dann *Fingerhoch* Dann steht man plötzlich und unvermittelt just an einem Ende der Staumauer samt schmuckem Türmchen, viel altem Stein und doch um einiges mehr Aussicht als man es sich bei so einem kleinen See gedacht hatte.
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Also machten wir uns auf den Weg um die kleinste Talsperre, die mir bisher begegnet ist. Leider ist es hier nicht möglich jederzeit ans Ufer zu gelangen, denn der Wanderweg führt einige Meterchen oberhalb der Wasserkante entlang, dafür ist der Weg wunderbar begehbar ohne unschön asphaltiert zu sein und ist obendrein auch noch an jeder Ecke ausgeschildert. Relativ neu scheinen die Lehrtafeln alle paar Meter zu sein, die sicherlich in erster Linie auf ein jüngeres Publikum abzielen, dadurch aber nicht weniger schön ausgedacht sind.
Da der Zwerg seine Infos allerdings auch ganz ohne Lehrtafeln und Leserei bezieht indem er schnurstracks seiner Nase folgt, bin ich an dieser Stelle schon ein wenig froh, den Herren dank des Naturschutzgebiets an der langen Leine zu haben. Spannend scheint das Gebiet allemal zu sein und bei den doch sehr regelmäßigen Hundebegegnungen auf unserer Runde tippe ich auf eine recht stark frequentierte Gassistrecke – bei der Länge, Wegbeschaffenheit und Aussicht auch keine wirkliche Überraschung.
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Wir folgen also brav dem Rundweg, machen trotz vieler einladender Trampelpfade keine Abstecher und gelangen schneller als gedacht zum Scheitelpunkt unserer Strecke. Hier befindet sich als besonderes Schmankerl der Zulauf zum Stausee, aufgestaut in einem kleinen Vorteich, bevor er dann mitten über den Wanderweg in einem Miniwasserfall hinab gen See verschwindet. Eine hübsche Abwechslung finden wir und auch Buddy findet die Überquerung des gefluteten Weges, sagen wir mal, wenigstens ein kleines bisschen aufregend *lach* bevor er sich dann wieder seinen Schnüffelspuren widmet. Kurze Zeit später gibt es dann einen schönen Aussichtsspot samt Schutzhütte, der bei gemütlicheren Temperaturen sicherlich zum Verweilen eingeladen hätte *zwinker*
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Der restliche Weg verfliegt trotz vieler kleiner Fotostopps wie im Fluge und bald schon erkennen wir den Aufgang der uns zurück zum Parkplatz führt. Ganz kurz liebäugle ich mit dem Gedanken noch einmal für ein paar Fotos zur Staumauer zurückzuhuschen, doch Buddy’s Gesichtsausdruck spricht dank des aufkommenden Nieselregens Bände *räusper*
Aber auch ohne diese kleine Ausschweifung war unsere Gassitour wirklich gar nicht schlecht, auch wenn die Strecke natürlich gemessen an der Anfahrt ein bisschen knapp war. Dafür gab es aber eine Menge Raschellaub, noch mehr bunte Farben und einige richtig feine Herbstaussichten – und dafür waren wir ja schließlich hergekommen.

Rundherum und Hin und Her

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[ Werbung, da Orts- und/oder Markennennung ] Nachdem der November sich mit all seiner Grauheit auf unsere Heimat gestürzt hatte und die Hoffnung auf goldene Herbsttage selbst den Optimistischsten von uns flöten ging, schlich sich auch im Hause Zwerg so langsam die wintertypische Ausflugsfaulheit ein. Am Wochenende gemütlich in Berge von Decken vergraben auf der Couch herumgammeln, all die Bücher lesen, die seit dem Sommer auf der Wunschliste versackten, die Lieblingsserien rauf und runter gucken und hin und wieder ein Kekschen in die Schnute schieben… ja, zugegeben, selbst der Zwerg findet so ein Herbst-/Winterprogramm gar nicht mal unverlockend *räusper*
Aber es kommt schließlich wie es kommen muss und irgendwann fällt selbst den größten Gemütlichkeitsspezialisten mal die Decke auf den Kopf und ein bisschen Gassiabwechlung muss her – also ging es eines Sonntags ab nach Ratingen zu Schloss, Wald und Wiesen.

Nach einer flotten guten Viertelstunde lenkten wir das Pinschermobil also geradewegs auf Schloss Linnep zu und freuten uns dank des trüben Wetters  auf eine ruhige, einsame Entdeckungsrunde rund ums Schloss *hust* naja, etwa solange, bis wir den proppevollen Parkplatz entdeckten und tatsächlich nur noch mit Mühe und Not selbst ein Plätzchen ergatterten. Einen kurzen Fluchtimpuls später *hüstel* entschieden wir und dann aber doch dem kleinen Ausflug eine Chance zu geben, immerhin schien die Gegend rund ums Schloss trotz der vielen Autos recht menschenleer zu sein. [Wie sich später zeigte waren die nämlich alle in der kleinen Waldkirche *puh*]
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Da wir uns ja nur für eine Entdeckungsgassirunde und keine Riesentour von der Couch erhoben hatten, hatten wir natürlich vorher keine Karten gewälzt, Wanderwege in Erfahrung gebracht oder womöglich eine Runde geplant *hüstel* Also marschierten wir frei nach dem Motto “Mal sehen wo dieser tolle Feldweg hinführt” los… um wenige Minuten später vor einem verschlossenen Tor zu stehen. Tja. Also umdrehen, zurück zum Parkplatz und in die andere Richtung. Dort freudig den ein oder anderen Waldweg hineingestiefelt, nur um festzustellen, dass keiner weiter als zweihundert Meter nach der nächsten Kurve endete *hust* – vielleicht doch mal einen kleinen Blick auf die schlaue Kartenapp werfen…? Iwo! Letztlich blieb uns nun nur noch eine Richtung übrig und irgendwo musste man ja ein wenig samt Fellnase spazieren können, wenn im Internet doch so breit von der der toll zu erkundenen Umgebung die Rede war. Und da *tatatada* tatsächlich führte ganz klammheimlich auf der anderen Seite des Schlosses, gleich am Seeufer entlang ein kleiner Trampelpfad der *trommelwirbel* auf einem ausgewiesenen Wanderweg mündete. Perfekt.
Nun waren wir inzwischen so viel hin und her gelatscht, dass es für eine Pipirunde locker gereicht hätte – aber hallo? Jetzt wollten wir wenigsten sehen, was wir durch unsere schlechte Planung beinahe verpasst hätten *zwinker* Hier befand sich tatsächlich alles, was das Hundeherz so begehrt, von Wasserzugang und weiten Wiesenflächen bis hin zu  einem Wäldchen entschieden wir schnell einstimmig, dass es hier tatsächlich ziemlich nett war. Nur ein bisschen einsamer hätte es schon sein dürfen, waren doch arg viele Hunde hier unterwegs *mimimimimi* Und so steuerten wir nach einer wilden Fang-mich-doch-Runde vom Zwerg mit einer labbiartigen Zufallsbekanntschaft wieder den Ausgangspunkt unserer kleinen Entdeckungstour an: Den Parkplatz. Denn von hier aus führte diesmal und ausnahmsweise ein nicht zu verfehlender und ganz klar zum Ziel führender Weg in den Schlosshof hinein. Und das wollten wir uns – wenn schon, denn schon – natürlich nicht entgehen lassen!
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Schloss Linnep, auch Haus Linnep genannt, ist ein Wasserschloss aus dem [vermutlich] zwölften Jahrhundert und wird nach wie vor bewohnt. Neugierigen steht allerdings der Zugang zum Innenhof offen und so hielt uns also nichts von einem kleinen Blick hinter die dicken Schlossmauern ab. Ein Wassergraben rundherum, bunt gefärbte Weinblätter am Haus, dunkelgrüne Läden an den Fenstern und rote Geranien auf den Mauern, eine einladende, majestätisch anmutende Treppe zum Haupteingang – wirklich hübsch anzuschauen und auf jeden Fall einen kleinen Abstecher wert.
Doch wenn es nach Buddy ging, dann war es nun aber wirklich höchste Zeit für Couch und Körbchen, den kuscheligen Deckenberg und ein paar Kekschen in der Schnute
– und auch wir Zweibeiner hatten da rein gar nichts gegen einzuwenden *schmunzel*
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Meerweh – Ab in die Hügel

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[ Werbung, da Orts- und/oder Markennennung ] Einige Wochen nach unserem Urlaub überkam uns, wie es jedes Mal so ist, das altbekannte Meerweh. Nun könnte man natürlich, um dieses zu besänftigen, einfach anfangen den nächsten Küstentrip zu planen… oder aber man macht genau das Gegenteil *zwinker* Und so keimte in uns der Gedanke, das Weh nach Meer mit Lust auf Berg auszugleichen – ist doch logisch oder etwa nicht? *grins* Naja, und da so richtige Berge dann doch wieder schwer mit einem Tagesausflug zu erreichen sind, beschlossen wir, dass es auch die hügelige Eifel tun würde. Gleich am nächsten Wochenende machten wir uns also auf den Weg.
Wie sich der ein oder andere von euch vielleicht noch erinnern mag, ist die Eifel samt Nationalpark kein unbekanntes Terrain für uns, waren wir doch schon das ein oder andere Mal auf Tour zwischen Geisterdorf, Höhlen, Schluchten und Talsperre. Und genau das wollten wir zu unserem Vorteil nutzen. Keine bösen Überraschungen, kein Verfahren, kein Verlaufen und keine Enttäuschungen was das Ziel angeht, ja ganz recht, Abenteuer hin oder her, Altbekanntes kann schließlich auch richtig schön sein. Und so machten wir uns an jenem letzten spätsommerlich warmen Wochenende auf den Weg gen Schleiden um das Geisterdorf Wollseifen und die Ordensburg Vogelsang zu besuchen. Genau wie zwei Jahre zuvor, nur besser *zwinker* Und mit besser meine ich, diesmal nicht versehentlich einen Teil des Wildnistrails samt 16% Steigung in unsere Route einzubauen, sondern schön gemütlich a la Sonntagsausflug durch die Natur zu schlendern.
Sagen wir mal, der Plan war gut *lach*
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Alles begann damit, dass ich an diesem Tag wieder schlauer war als das Navi *räusper* Nun muss man allerdings dazu sagen, dass unser Navi tatsächlich bisweilen auf die seltsamsten Ideen kommt, uns gerne stundenlang quer durch Innenstädte schickt, statt ein kleines Stück über die Autobahn zu fahren [jetzt kennen wir zumindest einige Ecken von Rostock *hust*], gerne wählt es auch mal eine doppelt so lange Strecke, weil die doch schneller sei – ihr wisst worauf ich hinaus will. Nun, lange Rede… an diesem Tag hatte das Navi doch ausnahmsweise einen guten Tag, ich hingegen merkte erst, dass wir am Kreuz der falschen Autobahn gefolgt waren, als wir auf ein Stauende auffuhren. Und statt wie geplant 20 Minuten später am Ziel unserer Reise anzukommen, standen wir nun erstmal eine glatte Stunde irgendwo im nirgendwo um *trommelwirbel* wenden zu können, um diesmal die richtige Autobahn zu nehmen. Selbst der Zwerg war genervt. Und der ist der entspannteste Hund der Welt auf Autofahrten. Mehr muss ich gar nicht sagen, oder? *hüstel*

Zwischen Geisterdorf und Ordensburg

Nun denn irgendwann kamen wir dann an, nicht wie geplant am frühen Vormittag sondern zur Ausflugsprimetime mittags. Selbstverständlich war also der Wanderparkplatz voll und wir mussten in den sauren Apfel beißen und auf den kostenpflichtigen fahren. Aber genug geärgert, die Sonne lachte, und die Hänge erstrahlten in den wunderbarsten bunten Farben.
Wir machten uns als erstes auf den kurzen, zweieinhalb Kilometer langen, Weg zum Geisterdorf, damit Buddy sich nach der doch etwas längeren Autofahrt *augenroll* erstmal richtig austoben konnte. Dass es voller sein würde, als vor zwei Jahren, bei nasskaltem Nebelwetter, das hatten wir uns natürlich gedacht. Aber dass das Geisterdorf Wollseifen so voll sein würde, wie wochenends im Zoo und man selbst auf der Wiese kaum einen schattigen Rastplatz fand… nun das war nicht ganz das, was wir uns vorgestellt hatten. Sagen wir mal so: schaurig unheimlich war es dieses Mal definitiv nicht. Gruselig aber schon *zwinker*
Aber jetzt schon die Laune verderben lassen? – Nö, nicht mit uns. Wir beschlossen also nach einem kleinen Rundgang Wollseifen den Rücken zu kehren und unser Glück an der Ordensburg zu versuchen.

 

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Der Plan war nun den gleichen Weg wieder zurück bis zum Auto zu gehen und dann von dort aus ganz gemütlich bis zur Ordensburg zu schlendern. Wir waren so erleichtert, dass der Wanderweg im Gegensatz zum Geisterdorf nahezu menschenleer war, dass wir erst nach ein, zwei Kilometern merkten, dass dies nicht der Weg war, auf dem wir gekommen waren. Hallo Wildnistrail! *prust* Soviel zur Planung.
Also ging es, wie es kommen musste, steil bergab, über den Bach und wieder steil bergan. Und tatsächlich war es gar nicht so schlimm wie bei unserer ersten Tour. Trotzdem erreichten wir dank des unglaublich warmen Wetters ein wenig schnaufend und befeuchtet die unterste Ebene der Ordensburg Vogelsang. Jetzt erstmal eine Pause im Schatten.

 

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Und während ganz allmählich die Lebensgeister wieder zurück kamen und deutlich bessere Laune im Gepäck hatten, konnten wir zum ersten Mal diesen wundervollen Tag so richtig genießen. Die Aussicht ist wirklich unglaublich schön und beeindruckend. Und wenn man nicht ganz easy peasy eben und ohne Steigung vom Parkplatz hierher laufen könnte, würde ich glatt sagen, dass sich dafür die Anstrengung und die Ärgernisse lohnen *lach*
Der Zwerg kann so einer Aussicht natürlich rein gar nichts abgewinnen und nach einer regenerativen Pause von gefühlten zwei Sekunden, die ausreichte um ihn wieder fit wie einen Turnschuh zu machen *zwinker* meckerte es am anderen Ende der Leine gewaltig. Zeit weiterzugehen. Wir arbeiteten uns also die einzelnen Ebenen hinauf, entdeckten in der Ferne immer wieder neues, und freuten uns darüber, dass es tatsächlich nicht so voll war, wie es hätte sein können.
Ein wenig schauten wir uns noch um, genossen die Sonnenstrahlen, die jetzt, ohne Wildnistrail und Steigung, gleich viel angenehmer waren, und machten uns allmählich auf den Rückweg zum Pinschermobil. Nun könnte ich natürlich noch erzählen, welch anarchische Zustände ein defekter Parkscheinautomat zwischen gerade noch tiefenenspannten Mamis, coolen Papis und freundlichen Senioren auslösen kann… aber nein. Wir bleiben bei Ende-gut-alles-gut *zwinker*
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Letztlich fuhren wir in die Eifel um unser Meerweh zu vergessen. Und dank all der ungeplanten Änderungen im gut geplanten Sonntagsausflug hat das auf jeden Fall perfekt geklappt *schmunzel*

Was lange währt…

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[ Werbung, da Orts- und/oder Markennennung ] Heute nehmen wir euch mal wieder mit auf Gassitour, aber nein, nicht auf irgendeine. Dieses Gebiet wollten wir nämlich sicherlich schon seit einem Jahr erkunden -mindestens. Doch irgendwie sollte es einfach nicht sein. Wo es lag, das wussten wir ganz genau. Aber wie man hinkommt, das hat uns bei zahlreichen Versuchen eine Menge Zeit und Nerven gekostet *räusper* Warum wir überhaupt so magisch angezogen wurden von diesem Fleckchen Heimat und wie letztlich alles gut wurde, das wollen wir euch heute verraten *zwinker*

Alles begann damit, dass ich irgendwo im Netz mal ein Foto sah. Von einem wilden, wasserreichen Bach, flachen waldigen Ufern und höchstromantischen Sonnenstrahlen. Und da das gleich um die Ecke sein sollte, war, na klar, sofort meine Neugier geweckt. Da mussten wir einfach hin.
Also wurde, wie man das eben so macht, höchstkonzentriert das Gebiet auf der Karte ausgekundschaftet, die Zuwege und mögliche Parkplätzchen für’s Pinschermobil gecheckt und gleich am nächsten Tag der erste Versuch gestartet. Und der erste, das sollte eigentlich ganz groß geschrieben werden *hust* denn wir ahnten damals nicht, dass wir über Monate immer mal wieder einen Versuch starten würden, dort eine ganz einfache, kleine, feine Gassirunde zu drehen… aber nö. Irgendwie sollte es nicht sein und schnell waren wir an die Geschichte mit der Suche nach dem Angermunder See erinnert *räusper* Das Gebiet lag irgendwie immer gleich vor unserer Nase, aber wir fanden auf Teufel komm raus keinen Zugang geschweige denn einen Parkplatz für den fahrbaren Untersatz. Und ja, irgendwann hatten wir es dann mehr oder weniger aufgegeben. Bis – und das sollte nun eigentlich extra groß und fett geschrieben werden – eine ortskundige, liebe Person auf Instagram uns den entscheidenden Tipp lieferte *highfivejubelindieluftspring* Ja und dann, dann waren wir plötzlich da.
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Und ja, es ist schön dort. Tatsächlich vielleicht sogar noch ein bisschen schöner als ausgemalt. Aber nun mal Butter bei die Fische, warum ist es denn dort so viel toller als anderswo?
Nun. Gerade in den letzten Monaten, die eben nicht vom Regen überflutet waren, sondern trocken und dörrig wie selten, da versiegten viele kleine Bäche in unseren Wäldern nahezu. Und wo sollte der Zwerg sich an heißen Tagen die kleinen Pfoten kühlen, wenn an es an der Ruhr einfach zu voll und überall anders zu  trocken war? Ganz genau, an einem Bach, der groß genug ist, dass er auch in Trockenzeiten noch ein bisschen Wasser übrig hat. Und diese Eigenschaft besitzt der Rumbach im Grenzgebiet zwischen Essen und Mülheim.
Aber natürlich lockten uns auch die waldigen, kühlen Spazierwege im kleinen Tal und die weiten Felder und Wiesen oberhalb um so richtig die Pfoten zu rocken. Und all das, das geht im Rumbachtal und um das Rumbachtal herum fantastisch gut. [Aber immer schön das Naturschutzgebiet beachten *zwinker*]
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Zur Belohnung gab es an jenem Abend, an dem nach langem Suchen und Fluchen doch alles gut wurde, auch noch einen Bilderbuchspätsommersonnenuntergang für uns. Und wenn ich mir die Fotos so anschaue, dann glaube ich, nicht nur wir Zweibeiner haben allergrößte Lust dieses Gebiet noch viel genauer zu erkunden.
Und das, das werden wir ganz bestimmt auch machen.
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