Mit fünf wird alles besser

Die ersten Jahre mit Buddy waren trotz all der wunderbaren Momente unterm Strich nicht gerade das, was man rosarot nennen kann und mehr harte Realität als mir lieb war. Neben den gesundheitlichen Problemen, um die es heute aber nicht gehen soll, hatten wir wirklich viele Baustellen und immer wieder neue Herausforderungen im Alltag zu bewältigen. EIn Satz, den ich ständig von anderen, weisen Hundehaltern zu hören bekam war: “Durchhalten, ab dem fünften Lebensjahr wird alles besser!” – Ammenmärchen, habe ich mir gedacht. Oder?

Nun ist der Zwerg im letzten Herbst sechs Jahre alt geworden und wie ich schon in unserem Jahresrückblick angesprochen hatte, war das letzte Jahr in vielen zwischen-mensch-hündischen Aspekten unglaublich großartig. Nee, natürlich sind nicht alle unserer Problemzonen von Nu auf Jetzt verpufft, die Postboten auf Rädern sorgen nach wie vor immer noch regelmäßig für unkontrollierte Wutausbrüche und zwischen einem Fremden an der Wohnungstür und dem Zwerg sollte immer das Gittertürchen sicher geschlossen sein *hust* Was ich meine ist mehr etwas Subtileres, dass aber den Alltag doch sehr zum Positiven verändert hat.

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Es ist gar nicht so leicht zu erklären. Wenn wir gemeinsam in Wald und Flur unterwegs sind läuft es einfach. Jeder von uns beiden kann sein Ding machen, dennoch achtet man stets aufeinander, der Zwerg scheint oftmals meine Gedanken vorauszuahnen, genau wie ich seine Verhaltensweisen, und es ist nur noch wenig direkte Kommunikation nötig, um miteinander sicher unterwegs zu sein. Er nimmt immer wieder Blickkontakt auf, um sich ein stilles Feedback einzuholen. Vor schlecht einsehbaren Kurven und bei Hunden in Sicht bleibt er stehen, bis ich auf seiner Höhe bin und wir gemeinsam weitergehen können. Wenn wir Spaziergänger und Radfahrer passieren müssen, wartet er auf mich und begleitet mich auf der den anderen abgewandten Seite… Es sind eben diese kleinen Details, Dinge, die ich vorher immer einfordern musste, die plötzlich wie von Zauberhand funktionieren. Ist das nun tatsächlich die Magie der fünf Lebensjahre?

Nein, ich glaube es eigentlich nicht, auch wenn das doch wirklich treffend wäre *lach* Aber ein bisschen unheimlich ist es schon, dass dies scheinbar die weitläufige Erfahrung im Zusammenleben mit Hunden ist. Natürlich könnte man sagen, dass ein Hund mit fünf Jahren einen gewissen Grad an Reife, Alter und Erfahrung gewonnen und die Mensch-Hund-Beziehung eine solide, vertraute Stufe erreicht hat – aber sowas kann sich doch unmöglich über alle Rassen, Erziehungen und Charaktere hinweg unisono entwickeln… oder etwa doch? Puh, diesen Punkt bekommen wir hier und heute nicht mehr geklärt *zwinker* Aber eigene Erfahrung hin oder her, ich bleibe dabei, dass mir so eine Verallgemeinerung doch reichlich suspekt ist *hüstel*

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Letztlich ist das aber auch ziemlich wurscht. Denn das was zählt ist doch, dass wir in den fünf (mittlerweile sechs) Jahren etwas ganz wunderbares erreicht haben und meine Devise, dass manche Dinge einfach ihre Zeit brauchen, um sich zu entwickeln und zu festigen, nicht verkehrt war. Und mal ehrlich, wer hat noch nie einem anderen Zweibeiner samt hormonverrücktem Junghund an seiner Seite aufmunternde Worte wie “Durchhalten, das wird besser” an die Hand gegeben…?
– Ob nun mit fünf Jahren oder mit sechs *zwinker*

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